Motorenpläne

Formel 1 mit Hybrid-Antrieb

Foto: BMW AG 54 Bilder

Die Boliden in der "Königsklasse" des Motorsports sollen bereits ab 2010 mit einem Hybrid-Antrieb an den Start gehen. Darauf haben sich die Hersteller mit FIA-Präsident Max Mosley geeinigt.

Lange wurde über die neue Motorenformel spekuliert, nun nehmen die Planungen konkrete Formen an. Ein Meilenstein ist dabei die Einführung des Hybridantriebs. Rund 675 PS sollen vom Motor kommen, 80 weitere Pferdestärken aus gespeicherter Bremsenergie. Die Zusatzleistung soll über einen Knopf am Lenkrad abrufbar sein. Bei der Anzahl der Zylinder wird es dagegen keine Veränderung geben. Auch Zukünftig wird mit einem V8 gefahren.

Am Rande der IAA in Frankfurt versuchte Mosley die Hersteller außerdem zu weiteren Einsparmaßnahmen zu überreden. So sollen die Aggregate zukünftig vier statt zwei Rennen halten. Gefeilscht wird außerdem noch darüber, ob - wie von den Teams gewünscht - künftig eine Entwicklungsstufe pro Jahr bei den Motoren erlaubt sein soll. Als Zugeständnis an die kleinen Teams forderte Mosley im Gegenzug eine Beschränkung des Maximalpreises für Kundenmotoren auf zehn Millionen Euro pro Saison.

Ecclstone kritisiert Pläne

Auch Formel 1-Boss Bernie Ecclestone hat sich zu den Motorenplänen geäußert. Seiner Meinung nach braucht es keinen Hybrid, um ein ökologisches Zeichen zu setzen: "Ich glaube wir sind schon grün genug. Sagen Sie mir Motoren, die im Bezug auf Leistung und Benzinverbrauch effizienter sind. Das sollte bereits als Zeichen nach draußen reichen", sagte Ecclestone im Interview.

Von dem neuen Motorkonzept hält der Brite nicht viel: "Ich bezweifle, dass der Hybrid die Hersteller glücklich macht. Ich bezweifle auch, dass sie ihn eingefordert haben." Ecclestone warnt vor einem Schnellschuss des Motorsportverbandes: "Mir scheint, dass die FIA in vorauseilendem Gehorsam etwas lostritt. Vielleicht will sie, dass man draußen glaubt, wir würden etwas für die Umwelt tun."

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