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Verkauft nach Schweden

Foto: MTU

Der Milliardenpoker um MTU Friedrichshafen ist nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" entschieden: Demnach verkauft Daimler-Chrysler die Tochtergesellschaft an die schwedische Investorengruppe EQT. Ein Sprecher von Daimler-Chrysler in Stuttgart wollte den Bericht nicht kommentieren.

Drei Interessenten hatten sich in einer monatelangen Bieterschlacht um den Motorenhersteller beworben: die Münchner MAN als einziger Industriekonzern sowie die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und die Beteiligungsgesellschaft EQT. Die EQT gehört zum Imperium der schwedischen Wallenberg-Familie.

Über 3.500 Mitarbeiter der MTU Friedrichshafen hatten am Freitag in Friedrichshafen gegen einen möglichen Verkauf ihres Unternehmens an einen Finanzinvestor demonstriert. Der Betriebsrat befürchtet in diesem Fall einen Abbau von 500 Arbeitsplätzen und favorisiert MAN. Nach Angaben des MTU-Betriebsrates soll spätestens bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung von Daimler-Chrysler am 14. Dezember klar sein, wer den Zuschlag für die MTU-Übernahme erhält.

Die MTU Friedrichshafen stellt schwere Dieselmotoren für Schiffe, Panzer und Lokomotiven her. Dieser Bereich passe nicht zum Kerngeschäft von Daimler-Chrysler, heißt es aus der Stuttgarter Konzernzentrale. Der MTU-Verkauf soll rund 1,7 Milliarden Euro Erlöse bringen.

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