Porsche-Chef, Matthias Müller, Porträt Robert Kah

Nachfolger für Martin Winterkorn

Müller wird VW-Chef, Personalkarussell rotiert

Im Zuge des VW-Abgasskandals dreht sich auch bei VW das Personalkarussell. Porsche-Chef Matthias Müller wird neuer Vorstands-Vorsitzender des VW Konzerns und auch sonst werden einige Posten umbesetzt.

Matthias Müller (62) wird mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG berufen. Das hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Freitag in Wolfsburg beschlossen. Zurzeit ist Müller Vorstandsvorsitzender von Porsche. Diese Funktion wird er bis zur Benennung eines Nachfolgers weiterführen. Der bestehende Vorstandsvertrag von Müller läuft bis Ende Februar 2020 und wird weitergeführt.

Vahland wird für Amerika verantwortlich

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat noch weitere Personalien beschlossen. Skoda-Chef Winfried Vahland (58) rückt in den VW-Markenvorstand auf und verantwortet dort ab 1. November die neu geschaffene Region Nordamerika, in der die Märkte USA, Mexiko und Kanada zusammengefasst werden. Seinen Posten bei Skoda übernimmt Bernhard Maier (55), bislang Vertriebsvorstand bei Porsche. Michael Horn (52) bleibt weiter VW USA-Chef. Um fünf Jahre verlängert wurde der Vertrag mit Beschaffungsvorstand Javier Garcia Sanz (58). VW-Markenvorstand Christian Klingler (47) verlässt das Unternehmen im Zuge einer langfristig geplanten Strukturänderung und aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftsstrategie mit sofortiger Wirkung. Dies steht nicht im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal. Die Funktion von Klingler übernimmt Seat-Chef Jürgen Stackmann (54). Den Posten bei den Spaniern übernimmt der Italiener Luca de Meo (48), bislang Vertriebschef bei Audi.

Neu gemischt wurden auch die Markengruppen. Für den Sportwagen- und den Mittelmotorbaukasten wird daher eine Porsche-Markengruppe mit Bentley und Bugatti eingerichtet. Die Audi-Markengruppe mit Lamborghini und Ducati bleibt bestehen, ebenso die Nutzfahrzeug-Holding.

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