Nachfrageboom bei Neuwagen

Hersteller verkürzen Werksferien

Foto: dpa

Mehrere deutsche Autohersteller verkürzen wegen der guten Auftragslage die Werksferien. Bei VW, BMW und Daimler sollen die Bänder in diesem Sommer länger laufen als üblich, wie eine Umfrage des "Handelsblatts" ergab.

Demnach fährt Volkswagen im Wolfsburger Stammwerk von Ende Juli bis Mitte August zwei Schichten - normalerweise ruht die Fertigung in den Werksferien komplett. Gut 2.500 Mitarbeiter hätten sich bereiterklärt, ihren Sommerurlaub zu verschieben. Auch im VW-Werk Emden werde die Produktion im Werksurlaub vom 25. Juli bis 12. August auf einer Linie und mit einer Schicht weiterlaufen.

Daimler will durcharbeiten

BMW verkürzt angesichts der rasanten Erholung der Absatzmärkte die Werksferien in den beiden Werken Dingolfing und Regensburg von vier Wochen auf eine Woche. Daimler verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat über zusätzliche Samstagsarbeit, wie eine Sprecherin des Daimler-Betriebsrates sagte. "Wir werden den Betrieb in den Werken den ganzen Sommer weitgehend aufrechterhalten", sagte ein hochrangiger Daimler-Manager der Zeitung.

Mitten in neuen Verkaufsgerüchten hat auch Opel wegen voller Auftragsbücher Sonderschichten angekündigt. Dies führt zu kürzeren Werksferien im Stammwerk Rüsselsheim. Statt der ehemals geplanten drei freien Wochen im Juli werde die Frühschicht nun nur noch zwei Wochen und zwei Tage pausieren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
 
Nach dem Ende der Werksferien seien dann zwei Sonderschichten geplant. Insgesamt werde Opel dieses Jahr rund 190.000 Fahrzeuge in Rüsselsheim produzieren - 158.000 davon als Modell Insignia, was einem Plus von 14.000 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr entspreche.
 
Zusätzlich liefen die Vorbereitungen für die Herstellung des Astra. Dieses Modell solle von Ende August an neben dem Insignia im Rüsselsheimer Werk vom Band rollen. Darüber hinaus bereitet Opel den Angaben zufolge wegen der anhaltend hohen Nachfrage "in weiten Bereichen des Rüsselsheimer Werkes" eine Nachtschicht vor.

Die Hersteller reagieren damit auf eine unerwartet hohe Nachfrage vor allem aus dem Ausland. Die Auftragsbücher sind inzwischen so voll, dass Käufer auf einzelne Modelle der deutschen Hersteller schon wieder lange warten müssten.
 

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