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Garmin stellt Navigon-Apps ein

Ende für die Handy-Navigation

Der US-Konzern Garmin beendet das Angebot der Navigations-Apps von Navigon. Besonders deutsche Kunden sind von dieser Entscheidung betroffen. Ab Mitte Mai ist Schluss.

„Macht’s gut!“, so der lapidare Gruß auf der Homepage von Navigon. Das 1991 gegründete Unternehmen aus Würzburg, ein Pionier auf dem Gebiet von Navigationsgeräten und -software, beendet das Endkunden-Geschäft. Hiervon sind vor allem Kunden in Deutschland betroffen, wo Navigon traditionell eine starke Verbreitung hat.

Als Begründung für diesen ungewöhnlichen Schritt wird seitens Garmin die Verbreitung kostenloser Navigationsangebote wie Google Maps kolportiert. Garmin ist ein US-Unternehmen mit dem Schwerpunkt GPS-Navigationsgeräte und hatte Navigon im Jahr 2011 übernommen. Die einzige Ausnahme von der Einstellung des Betriebs bei Navigon sind die Anwendungen Navigon Select und Garmin HUD. Alle anderen Angebote werden mit dem Stichtag 14. Mai aus den Marktplätzen der Anbieter gelöscht.

Auch Navigationsgeräte betroffen

Alleine im deutschen App-Store für Apple-Geräte hat Navigon derzeit rund 30 Apps im Angebot, deren Preise teilweise bis zu 100 Euro reichen. Kunden, die ein teures Komplettpaket mit dauerhaften Updates gekauft haben, sind daher besonders von dieser kurzfristigen und überraschenden Entscheidung seitens Garmin betroffen. Besser sieht es für Kunden aus, die ihre Karten- und Programmupdates mit einem Abo-Modell gebucht haben, ihnen entstehen nach dem Stichtag 14. Mai keine weiteren Kosten. Bei Apple läuft das Abo nach Beendigung der Apps automatisch aus, bei Google Play muss das Abo allerdings selbst gekündigt werden.

Allerdings sind nicht nur App-Käufer vom Navigon-Ende betroffen. Auch Besitzer von Navigationsgeräten der Marke werden künftig keine Kartenupdates mehr erhalten. Erst vor kurzem hatte Navigon noch mit dem Launch von „Navigon Cruiser“ eine neuartige Navigationslösung für Motorradfahrer eingeführt.

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