Plug-in-Hybrid von Volkswagen: VW Golf GTE.

Neue CO2-Grenzwerte

ACEA befürchtet Wettbewerbsnachteile

Der europäische Verband der Automobilhersteller (ACEA) fordert von der EU, andere Branchen stärker beim Kampf gegen den Klimawandel einzubinden. Die niedrigen CO2-Grenzwerte könnten für die europäische Autoindustrie einen Wettbewerbsnachteil bedeuten.

Die europäischen Autohersteller wollen nicht allein den Klimawandel stoppen. Laut Automobilwoche wird der europäische Herstellerverband ACEA in der kommenden Woche von der EU verlangen, auch andere Branchen stärker an der Reduzierung der Schadstoffausstöße zu beteiligen. Eine ACEA-Sprecherin sagte dem Bericht zufolge: "Kein industrieller Sektor hat mehr getan, um die Emissionen zu senken. Ambitionierte Treibhausgas-Ziele können nicht auf Kosten des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit gesetzt werden."

Ab 2021 nur noch 95 Gramm CO2 je Kilometer

Wolfgang Schneider, Cheflobbyist bei Ford, schlägt in dieselbe Kerbe: "Brüssel denkt bei der CO2-Reduzierung bislang immer nur daran, was die Automobilhersteller und ihre Zulieferer tun können. Wir halten es aber für gerechtfertigt, auch einmal danach zu fragen, was man darüber hinaus tun kann."

Hintergrund der Debatte ist der EU-Plan, ab 2021 für Neuwagen nur noch einen CO2-Ausstoß von 95 Gramm je Kilometer zuzulassen. Vier Jahre später soll der Grenzwert angeblich noch einmal auf 68 bis 78 Gramm gesenkt werden. Der Autobauer-Verband befürchtet Wettbewerbsnachteile, weil zum Beispiel in den USA nicht derart strenge Richtwerte gelten und die dortigen Hersteller demnach auch nicht so aufwendige technische Neuerungen entwickeln müssen.

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