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Neue Mercedes A-Klasse W177

Neue Kompakt-Generation ab 2018 mit Digital-Cockpit

Mercedes A-Klasse Innenraum Foto: Daimler 55 Bilder

Mercedes wird Anfang 2018 die neue Generation der A-Klasse (W177) auf den Markt bringen. Sturmtief Herwart ermöglichte uns schon Anfang November einen Blick auf die ungetarnte A-Klasse von außen. Jetzt hat Mercedes das Cockpit gezeigt und Details zum Innenraum bekannt gegeben.

23.11.2017 Holger Wittich, Jens Dralle 31 Kommentare
Erlkönig Mercedes A-Klasse Foto: Stefan Baldauf
So sieht die neue Mercedes A-Klasse aus. In Sachen Abmessungen legt das Modell nicht zu.

Manchmal muss ein Erlkönig-Jäger auch Glück haben und genau zum richtig Zeitpunkt vor Ort sein – nämlich dann, wenn der Sturm Herwart die Abdeckplanen der Crashtest-Fahrzeuge wegpustet und freie Sicht auf die neuesten Modelle ermöglicht. So hat Herwart also in den vergangenen Tage die A-Klasse und die A-Klasse Limousine „enttarnt“. So sehen ist eine deutliche Weiterentwicklung des kompakten Modells mit schmalen Scheinwerfern, schmalerem Grill und einer überarbeiteten Heckpartie. Weniger Sicken an der Seite der Limousine sind ebenso auszumachen, wie die breite C-Säule.

Neue Mercedes A-Klasse mit neuen Varianten

Seit 2012 ist die A-Klasse (intern W176) in Deutschland am Start und hat auf der MFA-Plattform (Modulare Frontantriebsplattform) noch die weiteren Mercedes-Modelle GLA, CLA sowie CLA-Shooting Break hervorgebracht darüber hinaus basieren aktuell noch der Infiniti Q30 sowie der QX30 auf dieser Plattform.

Mercedes A-Klasse Erlkönig
Erlkönig auf dem Nürburgring erlegt 2:13 Min.

Mit der neuen Generation der A-Klasse wird die Anzahl der Varianten noch steigen – u.a. um eine Stufenheck-Version der A-Klasse, die für den chinesischen Markt interessant sein dürfte sowie um einen Mercedes GLB, der sich als kleiner SUV an der G-Klasse orientieren soll. Als Plattform für alle Modelle dient die neue MFA2-Basis. Sie soll das Fahrzeuggewicht nochmals um 50 Kilogramm reduzieren helfen und dazu die Karosserie steifer machen. Der Radstand der neuen Mercedes A-Klasse (W177) wächst um rund 2 Zentimeter, was den Passagieren zu Gute kommen dürfte. Besonders der hintere Einstieg soll bequemer ausfallen.

Das Interieur der neuen Mercedes A-Klasse

Mercedes A-Klasse Innenraum Foto: Daimler
Die neuen digitalen Anzeigen in der A-Klasse.

Die dritte Generation der A-Klasse zeigte 2012 ein revolutionär anderes Exterieur, innen waren die Veränderungen harmlos. Bei der neuen A-Klasse für 2018 entwickelt Mercedes das Außendesign gegenüber dem Vorgänger nur behutsam weiter (siehe Bildergalerie). Dafür ist das Interieur der neuen (vierten) Generation komplett umgekrempelt. Wir haben uns das neue Cockpit schon angesehen.

Digital-Instrumente für alle

Moment mal, irgendwas fehlt doch. Das Display für die Einstellungen der Klimaautomatik? Nun, ja – und nein. War irgendwie zu erwarten, dass Mercedes die in irgendein Display-Menü verräumt. Ah ja, Display, genau. Wie in der E- und S-Klasse bekommt der Kompakt-Daimler in der vierten Generation das so genannte Widescreen-Cockpit. Immer. In jeder Variante. Und immer digital. Einzig die beiden Monitore im immer gleich großen Verbundglas-Rahmen des Fünftürer variieren, messen standardmäßig sieben Zoll im Durchmesser, je nach Ausstattung können nur der rechte oder beide 10,25 Zoll Durchmesser haben.

Das Besondere: Der große Rahmen fußt auf einem schwungvoll-schlanken Instrumententräger, was zugleich eine bessere Rundumsicht nach vorne ermöglicht. Ach, und die Rundumsicht habe sich ebenfalls deutlich verbessert, behauptet Mercedes, die Verdeckung konnte um zehn Prozent reduziert werden.

Mehr Übersichtlichkeit

Ein direkter Vergleich vom aktuellen und zukünftigen Modell, allerdings in der lediglich virtuellen Realität, bestätigt die Behauptung des Herstellers. Vor allem nach vorne erscheint die A-Klasse nun übersichtlicher. Die Sitzposition fällt ähnlich aus wie bislang, also eher eine Idee zu hoch, wie das ja gerne mal bei Kompaktmodellen der Fall ist.

Bei den Sitzen selbst rüstet Mercedes auf, stellt neben dem Standard- nun einen Sport- sowie Komfortsitz zur Wahl. Der Sportsitz verfügt über die bekannten, ergonomisch eher fragwürdigen, integrierten Kopfstützen, per Kunststoffplatten verstärkten Seitenwangen sowie eine verstellbare Oberschenkelauflage. Letztere bekommt auch der sehr bequeme Komfortsitz mit konventionellen Kopfstützen und völlig ausreichender Ausformung der Lehne. Erstmals kann eine aktive Sitzbelüftung bestellt werden.

Keine Abdeckung mehr über den Instrumenten

Mercedes A-Klasse Innenraum Foto: Daimler
Über dem Widescreen fehlt die alte Hutze. Der Bildschirm scheint so tatsächlich frei auf dem Instrumententräger zu stehen. Eine spezielle Folie auf dem Glas verhindert Reflexionen.

Und was fehlt nun? Richtig: Die Hutze über dem Widescreen, der so tatsächlich frei auf dem Instrumententräger zu stehen scheint. Eine spezielle Folie auf dem Glas verhindert Reflexionen. Gut so, denn Licht wird es reichlich geben im Interieur, vor allem dann, wenn der Kunde das optionale Ambiente-Licht bestellt. Das strahlt nicht nur in einer (oder tatsächlich mehreren) von 64 Farben. In den charakteristischen Lüftungsdüsen werden Temperaturänderungen der Klimaanlage durch blaue oder rote Lichteffekte visualisiert.

Wer Farben mag, dürfte allerdings etwas orientierungslos durch die Lackauswahl streunen, die von diversen Silber-, Schwarz- und Grau-Schattierungen für die Limousine dominiert wird. Aus China kam der Wunsch nach einem Metallic-Weiß sowie einem knalligem Rot, als einzige Extravaganz bleibt gelb. Grün? Gestrichen (super Wortwitz, oder?). Blau? Derzeit nicht vorgesehen. Doch das bleibt ja alles Geschmacksache.

Mehr Platz für Passagiere, größerer Kofferraum

Ganz habhaft dagegen: Der Größenzuwachs im Interieur. So fasst der Kofferraum mit 370 künftig 29 Liter mehr als bislang, die Laderaumöffnung fällt 20 cm breiter aus, der Ladeboden um 11,5 cm länger. Zwei Getränkekisten mehr sollen nun hineinpassen, ein zerlegtes Fahrrad, zwei Golfbags oder ein Kinderwagen. Gegen Aufpreis lässt sich die Lehne der Rückbank in zwei Stufen arretieren oder klappt ganz im Verhältnis 40/20/40 um.

Platz für die Passagiere? Hier gibt’s ebenfalls mehr: 35 mm mehr Ellenbogenbreite vorne, 36 mm hinten. Neun Millimeter mehr Schulterraum vorne, 22 mm hinten. Sieben Millimeter mehr Kopfraum vorne, acht hinten. Mit dem verbesserten Platzangebot soll die A-Klasse (W177) künftig verstärkt Kunden von VW und anderen Volumenmarken ins Premium-Lager locken.

Weniger Abstand zum VW Golf

Die Zuwächse bringen die A-Klasse tatsächlich recht nah an die Kompaktklasse-Referenz aus Wolfsburg heran. Bei der Innenraumbreite (Ellenbogen) vorn fehlen dem Fünftürer jetzt noch 1,2 statt vormals 4,7 Zentimeter zum Golf, in Reihe 2 hat die A-Klasse jetzt sogar 0,6 Zentimeter als der Kompakt-Klassiker aus Wolfsburg, gleiches gilt für den Kopfraum vorn, nur hinten hat der Golf 0,7 Zentimeter mehr Platz nach oben.Die entscheidenderen Längenmaße bleibt Mercedes allerdings schuldig – mal sehen, ob die A-Klasse hier ähnlich aufholen kann.

So, fehlt nun immer noch was? Ja, ein offizielles Bild vom Außendesign. Und natürlich der erste Fahreindruck. Dauert aber noch. Bis dahin bleibt uns auch zur Antriebstechnik nur Spekulation.

11/2015 Infiniti QX30 L.A. Autoshow Foto: Infiniti
Auch der Infiniti QX30 (Bild) sowie der Q30 basieren auf der Mercedesplattform.

Neue A-Klasse wieder mit kleinen Motoren von Renault

Allerdings ist der Antrieb weniger spektakulär als das Interieur. Die kleineren Diesel-Aggregate werden auch in der neuen Generation wieder von Kooperationspartner Renault zugeliefert. Die Zweiliter-Selbstzünder werden von OM 654-Aggregaten ersetzt, wie sie in der neuen E-Klasse zum Einsatz kommen.

Die Motoren im Einzelnen:
Bei den Diesel-Motoren wird zur Markteinführung zunächst der A180d mit dem bekannten 1,5-Liter-Renault-Motor an den Start gehen. Es folgen im Herbst 2018 die Zweiliter-Diesel im Mercedes A 200d mit 150 PS beziehungsweise im A 220d mit 190 PS. Beide sind auch mit dem Allradantrieb 4-Matic koppelbar.

Die Benziner starten im April mit dem 160 PS starken 1,4-Liter-Vierzylinder von Renault im A 200. Es folgen im Herbst der Mercedes A180 ebenfalls mit dem 1,4-Liter mit 136 PS sowie der A 220e als Plugin-Hybrid mit 13,7 kWh-Batterie und rund 70 Kilometer Reichweite.
Als erstes Power-Modell offeriert Mercedes im Herbst 2018 dann auch den AMG A35 mit dem Zweiliter-Vierzylinder von Mercedes und einer Leistung von 299 PS. Das Modell verfügt über ein 48-Volt-Bordnetz mit Riemenstartergenerator (RSG).

Im weiteren Verlaufe gesellen sich noch ein kleiner A160, de raus dem 1,4-Liter-Renault-Motor 115 PS holt. Des Weiteren ein A 250 mit Zweiliter-Vierzylinder, 48-Volt-Bordnetz und RSG sowie Doppelkupplungsgetriebe und der AMG 45 4-Matic mit 408 PS (48 V und RSG) ab 2019.

Fazit

Die zweite Generation A-Klasse mit dem konventionellen Kompaktwagenzuschnitt soll die Mängel der ersten mit dem neuen Charakter aufarbeiten. Mehr Übersichtlichkeit, eine größere Kofferraumöffnung und mehr Volumen (370 Liter) sowie mehr Platz im Innenraum und speziell im Fond sind das Ziel.

Dabei blieben die Schritte beim Exterieur-Design bescheiden, innen aber erwartet die Kunden eine neue Welt, wie sie derzeit wenige Kompakt-Konkurrenten bieten können.

Die neue Mercedes A-Klasse wird preislich so um die 25.000 Euro starten, die Bestellfreigabe ist im Februar 2018, ab April 2018 steht die neue A-Klasse dann bei den Händlern.

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Der Titel passt, sieht nach Oberklasse aus.

WXXX 25. November 2017, 10:35 Uhr
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