Neue Rekordpreise für Öl

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Die Rohöl- und Benzinpreise haben zum Wochenschluss in New York neue Rekordhöhen erreicht. Der Preis für Rohöl zur Auslieferung im Juni sprang an der Warenterminbörse Nymex am Freitag (14.5.) auf deutlich über 41 Dollar je Barrel, ein Höchststand seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Die starke weltweite Nachfrage, Angst vor möglichen Terrorattacken auf Ölanlagen im Nahen Osten, der Irakkonflikt und US-Benzinversorgungsengpässen werden von Branchenbeobachtern als Hauptursachen dieses Höhenflugs genannt.

Das rasante Wirtschaftswachstum in China und anderen asiatischen Ländern sowie in den USA treiben die Ölnachfrage ebenfalls in die Höhe. Der Furcht-Faktor vor neuen Terroranschlägen ist nach Darstellung von US-Ölmarktexperten zudem ein wichtiges Marktelement.

Rohöl zur Auslieferung im Juni stieg an der Nymex (New York Mercantile Exchange) um 0,7 Prozent auf 41,38 Dollar je Barrel (ein Fass je 159 Liter). Der Ölpreis hat damit in der abgelaufenen Woche um 3,6 Prozent zugelegt. Er ist in diesem Jahr um 27 Prozent gestiegen, berichtete die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg".

Im Tagesverlauf hatte der New Yorker Rohölpreis sogar zeitweise einen Rekordstand von 41,56 Dollar erreicht. Das war der höchste Stand seit dem Beginn des Rohölhandel an der Nymex vor 21 Jahren. Der bisherige Rekord war im Oktober 1990 verbucht worden als der Irak Kuwait besetzt hatte.

US-Sprit wird deutlich teurer

Der Benzinpreis zur Juni-Auslieferung schloss in New York um 96 Cent höher bei 1,4101 Dollar je Gallone (3,8 Liter). Im Tagesverlauf erklomm der Juni-Kontrakt 1,42 Dollar je Gallone. Das war ein neuer Rekordpreis. Die amerikanischen Benzinpreise sind in diesem Jahr um fast 50 Prozent in die Höhe geschossen.

Die Amerikaner zahlen inzwischen an den Tankstellen durchschnittlich 1,953 Dollar je Gallone für bleifreies Benzin. Neue Auflagen zur Herstellung von umweltfreundlicheren Benzinsorten in Kalifornien und mehreren anderen US-Bundesstaaten hat die Versorgungslage noch verschärft. Die amerikanischen Benzinreserven sind in der vergangenen Berichtswoche nach Angaben des US-Energieministeriums um 1,5 Millionen Barrel auf 202,5 Millionen Barrel geschrumpft, während sie normalerweise vor der Hauptreisesaison im Sommer steigen. Die US-Raffinerien sind fast voll ausgelastet.

Die OPEC-Länder, die mehr als ein Drittel des globalen Ölangebots stellen, wollen höhere Ölproduktionsquoten diskutieren. Einige Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wollen sich während des vom 22. bis 24. Mai laufenden Treffens des International Energy Forum informell treffen. Dies habe der Opec-Präsident und indonesische Ölminister Purnomo Yusgiantoro mitgeteilt, berichtete "Bloomberg".

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