Neuer Koenigsegg One:1 mit 1.360 PS

Krasser Schwede mit 1 PS pro Kilo

Koenigsegg One:1, Genfer Autosalon, Messe, 2014 Foto: Stefan Baldauf / Robert Kah 22 Bilder

Der schwedische Sportwagenbauer Koenigsegg hat einige Daten, Fotos und Details zum neuem Hyper-Sportwagen "One:1" veröffentlicht. Mit einer Leistung von 1.360 PS und 1.360 Kilo Leergewicht leistet er exakt 1 PS pro Kilo. Damit erklärt sich auch der eigenartig wirkende Name (Englisch: "one to one").

Die Kraft soll der Schwede ersten Informationen zufolge nur auf die Hinterräder übertragen.

Koenigsegg One:1 erreicht 1.360 PS mit Bioethanol

Das maximale Drehmoment beträgt 1.371 Nm bei 6.000/min. Die Leistungsdaten sind zwar bekannt, und auch über die Art des Triebwerks ist man sich jetzt sicher. Als praktisch abgemacht gilt, dass der von zwei Turboladern zwangsbeatmete Fünfliter-V8 aus dem Koenigsegg Agera zum Einsatz kommt.

Außerdem vermutet man, dass beim Koenigsegg One:1 die maximale Leistung erst dann zur Verfügung steht, wenn der Fahrer E85-Bioethanol in den Tank füllt. Dieser Treibstoff besteht zu 85 % aus Bioethanol und zu 15 % aus normalem Benzin. Neben der Verwendung von E85 soll der Koenigsegg One:1 sowohl mit hochoktanigem Rennkraftstoff betrieben werden können als auch mit normalem Superbenzin. Doch die volle Power steht nur mit E85-Treibstoff zur Verfügung – das kennen Koenigsegg-Fans bereits von den bisherigen Modellen wie Agera oder CCX.

Top-Speed über 440 km/h und aktive Aerodynamik

Tankt der Fahrer den optimalen Kraftstoff, soll der Koenigsegg One:1 eine Höchstgeschwindigkeit von über 440 km/h erreichen. Damit wäre er schneller als der aktuelle Rekordhalter in dieser Disziplin - der Hennessey Venom GT, der im Februar 2014 mehr als 435 km/h schaffte. Den Sprint von 0 auf 400 km/h soll der One:1 in geschätzten 20 Sekunden absolvieren.

Um Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten, soll der One:1 über eine ausgeklügelte aktive Aerodynamik verfügen. An der Front sind massive Luftleitelemente (Flics) platziert, die den Auftrieb an der Vorderachse in Kombination mit dem weit herausstehenden Splitter in Abtrieb verwandeln. Über einen Einlass in der Schnauze des Koenigsegg One:1 wird der Luftstrom durch Öffnungen in der Fronthaube geführt und Richtung Heckflügel geschickt.

Der große und zweiteilige Heckflügel verfügt über verschiedene Einstelloptionen. Das Setting für hohen Abtrieb winkelt die Endplatten stark an und lässt die Hinterachse über den Luftstrom gen Asphalt drücken. Bei der Vmax-Prüfung stellt sich der Spoiler flach und generiert wenig Abtrieb, eben genau so viel wie für ein stabiles Fahren benötigt wird. Beim Bremsen wird der Heckflügel maximal in den Luftfluss geneigt um ein Ausbrechen der Hinterachse zu verhindern und quasi "mitzubremsen".

Koenigsegg One:1 mit geschlossenem Unterboden

Unter dem geschwungenen Heckflügel ist der Auspuff zwischen zwei massiven Diffusor-Endstücken platziert. Dieser Diffusor sorgt in Kombination mit dem geschlossenem Unterboden des Koenigsegg One:1 ebenfalls dafür, dass der schnelle Schwede am Boden bleibt. Am geschlossenen Unterboden sind auf Zeichnungen einige Löcher zu erkennen, die unter anderem der Bremsen- und Getriebekühlung dienen. Über Venturi-Kanäle im Unterboden wird mittels Unterdruck zusätzlicher Abtrieb erzeugt. Insgesamt sollen bei 260 km/h etwa 610 Kilo Anpressdruck generiert werden. Ähnlich hohe Werte findet man beim neuen McLaren P1, der ebenfalls mit aktiver Aerodynamik arbeitet.

Premiere feiert der Koenigsegg One:1, der in einer Kleinserie von nur sechs Exemplaren plus ein Testfahrzeug produziert werden soll, auf dem Genfer Autosalon 2014. Der Preis ist noch unbekannt, aber auch irrelevant. Denn alle sechs Hyper-Sportwagen wurden bereits verkauft. Bleibt für uns nur noch das einzige One:1-Testfahrzeug.

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