Neuer Land Rover Discovery

Der Technokrat

Foto: Land Rover 6 Bilder

Mit einem völlig neu entwickelten Discovery und reichlich Hightech will Land Rover den Markt der Premium-Geländewagen aufmischen. Seine Premiere feiert der "Disco" auf der Auto Show in New York, in den Handel kommt der bis zu siebensitzige Offroader im November 2004.

Optisch rückt der neue Discovery dem Topmodell Range Rover auf die Pelle. So trägt auch die dritte Generation des Discovery eine Kombination aus kraftvoll wirkenden vertikal und horizontal gestalteten geometrischen Elementen. Dazu kommen großen Glasflächen und die typische markante Stufe im Dach, die zudem den Kopfraum für die Passagiere vergrößern soll. Charakteristisch ist darüber hinaus die asymmetrisch geteilte Heckklappe: Der niedrigere untere Teil reduziert im geschlossenen Zustand die Höhe der Ladekante und erleichtert nach dem Öffnen die Erreichbarkeit des Heckabteils.

Unverändert im Innenraum bleibt die erhöhte Sitzposition für den Fahrer, neu dagegen ist die stufenweise erhöhte Anordnung der zweiten und der optionalen dritten Sitzreihe. Für mehr Flexibilität lassen sich die Sitze der zweiten und dritten Reihe zudem komplett umlegen, wodurch eine große und völlig ebene Ladefläche entsteht.

Hightech unterm Blech

Damit der Discovery sowohl auf, als auch neben der Straße eine gute Figur macht, erhielt der Offroader eine neu entwickelte integrierte Karosserie-Rahmen-Struktur sowie Einzelradaufhängung und Luftfederung, die allerdings nicht in allen Versionen serienmäßig ist. Dieses Paket soll den Fahrkomfort und das Straßen-Fahrverhalten eines Oberklasse-Autos mit höchstem Leistungsvermögen im Gelände vereinen.

Ergänzend bestücken die Land-Rover-Techniker den Discovery mit dem "Terrain Response“-Antriebssystem. Dieses System soll das Fahrverhalten beziehungsweise den Komfort optimieren und zugleich jederzeit ein Maximum an Traktion sicherstellen. Mithilfe eines Drehschalters am Armaturenbrett kann der Fahrer dazu aus fünf verschiedenen Einstellungen wählen: Zur Verfügung stehen ein Normalprogramm für den Alltagsbetrieb, ein "Gras/Schotter/Schnee“-Modus für glatten Untergrund sowie drei spezielle Offroad-Programme - "Schlamm/Furchen“, "Sand“ und ein "Geröll-Kriechgang“.

"Terrain Response“ stellt auf dem gewählten Untergrund dann automatisch entsprechend die verschiedenen elektronischen Steuerungen und mechanischen Traktionshilfen des Fahrzeugs ein - zum Beispiel Fahrzeugniveau, Motor-Ansprechverhalten, Bergabfahrkontrolle, elektronisch gesteuerte Traktionskontrolle und die Getriebeabstimmung.

Ein Diesel und ein Benziner

Für Vortrieb sorgt als Topmotorisierung ein 4,4-Liter-V8 mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 315 Nm bei 4.000/min. Darunter rangiert ein 2,7-Liter-V6-Common-Rail-Turbodiesel mit einer Leistung von 190 PS und einem maximalen Drehmoment von 440 Nm bei 1.900/min. Der V8 ist serienmäßig mit einer Sechsgang-Automatik verblockt, der Diesel mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Optional steht aber auch hier die Automatik zur Auswahl.

In den Handel kommt der neue Discovery, der serienmäßig mit adaptivem Kurvenlicht bestückt sein wird, ab Anfang November. Zu welchen Preisen, darüber machte Land Rover bislang noch keine Angaben. Unter 38.000 Euro wird der britische Premium-Geländewagen aber wohl nicht zu haben sein.

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