Neuer Mazda MX-5

Gen-Therapie

Behutsam weiterentwickelt statt radikal erneuert – so geht der Begründer der Neuzeit-Roadsterwelle Ende 2004 in die dritte Generation. Mit Preisen um 20.000 Euro soll der MX-5-Fahrspaß sogar bezahlbar bleiben.

Die Karriere des erfolgreichsten Roadsters der Welt begann mit der Markteinführung 1989 in den USA. Das Erfolgsrezept der Japaner war einfach: Der MX-5, in den USA Miata genannt, basiert auf dem klassischen Roadster-Konzept mit zwei Sitzen, Frontmotor und Heckantrieb. Dazu ein leicht und schnell zu öffnendes Verdeck und ein günstiger Preis, fertig war das Spaßmobil. Trotz vieler Nachahmer hat sich der Mazda Roadster über zwei Modellgenerationen hinweg erfolgreich am Markt behauptet. Fast 700.000 Modelle spuckten bislang die Mazda-Werke in Japan aus und ein Ende ist nicht in Sicht: Noch zwei Jahre wird der aktuelle Typ NB gebaut, Anfang 2005 steht der Nachfolger bei den Händlern.

MX-5 Design: Tradition gegen Moderne

Keine leichte Aufgabe für die Designer, schließlich ging es um die Ikone der japanischen Marke. Entsprechend geriet die Designentscheidung zum Eiertanz. Im Wettstreit der Designzentren in Japan, Europa und den USA stand eine behutsame Weiterentwicklung einer radikalen Neuausrichtung gegenüber. Nun haben die Traditionalisten gesiegt. Der Schotte Moray Callum, Bruder des Jaguar-Chefdesigners Ian Callum, soll den Neuen nach alten Werten zeichnen. Die Neuinterpretation des bekannten Themas wird etwas breiter, stämmiger und muskulöser. Vorn trägt der MX-5 den inzwischen Mazda-typischen fünfeckigen Lufteinlass statt des bisherigen Haifischmauls. Hinten garnieren Klarglasleuchten das glattflächige Blech. Um den aktuellen Crashnormen gerecht zu werden, wird der Zweisitzer etwas größer ausfallen. Und auch der Innenraum soll – ebenso wie die Zielgruppe – wachsen, finden doch zukünftig auch große Fahrer Platz hinter dem Volant und unter dem Stoffverdeck. Eine Variante mit einem klappbaren Blechdach wurde aus Kostengründen wieder verworfen.

Die Basis kommt vom RX-8

Der neue Mazda MX-5 basiert auf einer verkürzten Plattform des Wankelmotorsportwagens RX-8, jedoch ohne dessen Motorkonzept zu übernehmen. Unter der Fronthaube werkeln Vierzylinder-Reihenmotoren mit 1,6 und 1,8 Liter Hubraum und einem Leistungsspektrum von 110 bis 200 PS. Damit die traditionalistische Saat auch aufgeht, soll der neue MX-5 auch preislich ganz der Alte bleiben. Bei rund 20.000 Euro und damit auf dem Preisniveau des aktuellen Modells, soll es losgehen.

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