Mini Clubman S All4, Front Newspress
Mini Clubman
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Mini Clubman 59 Bilder

Mini Clubman All4

Jetzt auch mit Allradantrieb

Bisher drückte sich der Mini Clubman mit seinem schrulligen Dreitürenkonzept vor jedem direkten Vergleich. Nun zielt er als Viertürer mitten in die Premium-Kompaktklasse. Neu im Angebot ist der Allradantrieb.

Ist der neue Mini Clubman nun Steilheck, Kombi oder Shooting Brake? Und ist er ein Viertürer (auto motor und sport), Fünftürer (Mini-Presseabteilung) oder ein Sechstürer (Mini-Marketing)? Da wir bei auto motor und sport nur Türen zählen, durch die Menschen ein- und aussteigen, ist das mit der Viertürigkeit schon mal gesetzt. Die Fakten: Der Neue ist 27 Zentimeter länger als der Viertürer, 9 Zentimeter breiter und hat 10 Zentimeter mehr Radstand. Das sieht man nicht nur von außen, sondern spürt es auch im verhältnismäßig luftigen Innenraum.

Noch nie fühlte sich ein Mini so "limousinig" an

Umschiffen wir die Frage, ob sich ein Mini "limousinig" anfühlen muss, und freuen wir uns lieber über die bequemen, optional elektrisch verstellbaren Vordersitze sowie die passende Ergonomie hinter dem Lenkrad. Auch wenn die Klimaregler und die Infotainment-Bedienung per iDrive massenkompatibel sind: Das runde Zentralinstrument und die Infozentrale vor dem Lenkrad strahlen genug "Mininess" aus. Von den verchromten Kippschaltern und dem roten Start-Schnipper ganz zu schweigen.

Umgewöhnen müssen sich Mini-Maniacs jedoch bei der Handbremse (nunmehr elektrisch), bei den vollwertigen Türtaschen, die jetzt sogar Flaschen aufnehmen, der breiteren Mittelkonsole und dem Armaturenbrett, das nun optisch schwer auf Breitenwirkung setzt. Warum auch nicht, das Platzangebot passt. Auch hinten, wo zwei Erwachsene dank ausreichend Bein- und Kopffreiheit bequem unterkommen. Das mit der versprochenen Fünfsitzigkeit verbuchen wir jetzt mal unter Wunschdenken. Möglich ist es, jedoch kaum erstrebenswert, womit sich der ab Herbst erhältliche Clubman ebenso sauber ins Segment einpasst wie beim Kofferraumvolumen.

Mini Clubman weiterhin mit den traditionellen Split-Doors

Zwischen 360 und 1.250 Liter passen hinter die Split-Doors genannten Doppeltüren. Die Rückenlehnen lassen sich in drei Segmenten einfach flachlegen oder in einer Cargoposition senkrecht stellen. Hilfreich im Alltag ist der zweiteilig faltbare Ladeboden mit dem Staufach darunter, ergänzt von Fächern in den Türen und der Seitenverkleidung. Alles leicht bedienbar und praxisgerecht.

Apropos leicht bedienbar: Auf Wunsch öffnen die Hecktüren per Schlüsseldruck oder Fußschwenk unterm Heck. Etwas störend beim Beladen: die ausladende Stoßstange. Kleinkram angesichts der Fahrspaßgarantie, schließlich teilt sich der Mini seine Plattform mit BMW 1er, X1 und Konsorten, setzt auf eine Vorderachse mit Aluminium-Schwenklager, Multilenker-Hinterachse sowie eine präzise elektrische Servolenkung und nutzt Dämpfer mit zwei wählbaren Kennlinien.

Mini Clubman optional mit Allradantrieb

Auch wenn die Front bekannt scheint, es steckt Neues dahinter: Zum Einen der aktuelle Vierzylinder-Diesel von BMW mit 150 PS, zum Andern die Achtgangautomatik von Aisin, die bei den Vierzylindern den Aisin-Sechsgangautomaten ersetzt. Serie ist jeweils Sechsgang-Handschaltung. Nach dem Marktstart im Herbst mit Dreizylinder-Benziner (136 PS) und Zweiliter-Benziner im Cooper S kommen später auch die übrigen Motoren bis hinab zu 90 PS zum Einsatz. Egal ob man ihn als Steilheck, Kombi oder Shooting Brake ansieht, der Clubman beginnt bei knapp 24.000 Euro, für einen leckeren sind um die 40.000 Euro fällig. Womit er bestens ins gewünschte Umfeld passt.

Ein knappes halbes Jahr nach seinem Debüt legt der Clubman sich auch noch einen Allradantrieb zu. Der neu entwickelte, All4 getaufte Allradantrieb setzt auf eine elektrohydraulische Regelung. Der eigentlich frontgetriebene Mini zweigt die Kraft für die Hinterachse per Winkelgetriebe an der Vorderachse ab. An der Hinterachse angeflanscht steuert eine Lamellenkupplung die Kraftverteilung zwischen den Achsen. Antriebsschlupf wird per Bremseingriff geregelt. Auch das Vorderachssperrdifferenzial arbeitet elektronisch per Bremseingriff. Im Normalfall ist der Clubman nur als Fronttriebler unterwegs.

Zu haben ist der All4-Allradantrieb in Verbindung mit zwei Motoren ab März. Im Clubman Cooper S stehen 192 Benziner-PS bereit. Beim Getriebe besteht Wahlfreiheit zwischen einem manuellen Sechsganggetriebe und einer Achtgangautomatik. Der 190 PS starke Cooper SD Clubman All4 kommt serienmäßig mit der Achtgangautomatik. Die Preise für den Clubman Cooper S All4 beginnen bei 29.500 Euro, die Dieselvariante kostet ab 33.500 Euro.

Weitere Infos zum neuen Mini Clubman haben wir in unserer Bildergalerie zusammengefasst.

Technische Daten Mini Clubman

Mini Cooper Clubman Clubman S Clubman D
Motor: R3 R4 R4
Hubraum: 1.499 ccm 1.998 ccm 1.995 ccm
Leistung: 136 PS 192 PS 150 PS
bei 4.400/min. 5.000/min. 4.000/min.
Drehmoment: 220 Nm (230 Nm)* 280 Nm (300 Nm)* 330 Nm
bei 1.250/min. 1.250/min. 1.750/min.
0 - 100 km/h: 9,1 s 7,2 s (7,1 s)* 8,6 s (8,5 s)*
V-Max: 205 km/h 228 km/h 212 km/h
Verbrauch / 100 km 6,3 - 5,1 l 6,3 – 6,2 l (5,9 – 5,8 l)** 4,4 – 4,1 l
CO2-Ausstoß: 123 - 118 g/km 147 – 144 g/km (137 – 134 g/km)** 115 – 109 g/km
Länge: 4.253 mm 4.253 mm 4.253 mm
Breite: 1.800 mm 1.800 mm 1.800 mm
Höhe: 1.441 mm 1.441 mm 1.441 mm
Radstand: 2.670 mm 2.670 mm 2.670 mm
Wendekreis: 11,3 m 11,3 m 11,3 m
Zuladung: 530 kg 530 kg 530 kg
Zul. Gesamtgewicht 1.870 kg (1.890 kg**) 1.930 kg (1.960 kg**) 1.910 kg (1.945 kg**)
Kofferraumvolumen 360 - 1.250 l 360 - 1.250 l 360 - 1.250 l
Legende * Overboost ** Automatik  
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