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Porsche 911 (992) ab 2018

Alles zum neuen Elfer der Generation 8

Porsche 911 Erlkönig mit Innenraum Foto: Stefan Baldauf 26 Bilder

Der neue Porsche 911 der Baureihe 991 ist bereits seit 2011 auf dem Markt und hat 2015 ein Facelift erhalten. 2018 folgt der neue Elfer als Version 992 dann auch mit Hybridantrieb. Auch wurde erstmals das neue Cockpit des 911 abgeschossen.

02.10.2017 Holger Wittich, Uli Baumann 28 Kommentare Powered by

Für das Modelljahr 2019 (Einführung Spätsommer 2018) ist die neue Generation des Elfers bereits in Arbeit – bislang testete Porsche den neuen 911 noch unter der Karosserie der gegenwärtigen Baureihe. Dann wurde der neue Porsche 911 erstmals bei Wintertests mit der neuen Karosserie erwischt. Jetzt dreht der Elfer seine Testrunden auch schon auf der Nürburgringnordschleife.

Porsche-Plattform auch für R8 und Aventador-Nachfolger

Erlkönig Porsche 911
Hier wird Generation 8 erprobt 2:13 Min.

Die neue achte Generation des Porsche 911 (992) wird auf der neuen Sportwagenplattform von Porsche aufbauen. Sie erlaubt eine flexiblere Integration von Antrieben und Fahrwerkskomponenten. Die Plattform trägt in der Folge ebenfalls den neuen Audi R8 sowie den Nachfolger des Aventador.

Auch wird es erstmals einen Hybrid-Antrieb in dem legendären Sportwagen geben. Seine Reichweite soll bei 30 bis maximal 50 Kilometer liegen. Klarer Hinweis: Unter einer Abklebung auf den linken Kotflügel früher Prototypen scheint irgendeine Klappe verborgen zu sein – die Ladesteckdose? Allerdings kämpft Porsche laut Erhard Mössle; Gesamtprojektleiter Porsche 911, beim Plug-in-Hybrid mit Platzproblemen. In einem Interview mit „Car and Driver“ sagte Mössle: „Wir habe viele Probleme, die es zu lösen gilt.“ Als große Herausforderung gelte es, das Akku-Paket im neuen 911 unterzubringen, aber auch das Batteriegewicht zu reduzieren. Einem reinen Elektro-911 erteilte er mittelfristig einen klare Absage: „Wenn es ihn gibt, dann in einer sehr weiten Zukunft.“

Kein Vierzylinder im neuen Porsche 911

Ansonsten dürften die Aggregate ein wenig weiter in die Fahrzeugmitte rutschen, der Heckantrieb bleibt gesetzt, die Allrad-Versionen sind ebenso vorauszusehen wie die S-, GTS- und GT3-Modelle. Motorseitig dürfte der aktuelle 3.0-Liter-Turbo-Boxer zum Einsatz kommen, ebenso weitere Leistungsausbaustufen – entsprechend bei Leistung und Verbrauch angepasst. So wird die Basisversion an der 400-PS-Marke kratzen, die S-Modelle gehen auf die 450 PS zu. Einen Einsatz der Vierzylinder-Boxer wie etwas den 2,5-Liter-Boxer aus den 718-Modellen hatte Ex-Porsche-Entwicklungsvorstand Hatz unlängst eine klare Absage erteilt. Ebenso klar wird sein, die GT-Versionen erhalten keine Saugmotoren mehr und manuelle Schaltgetriebe wird man im 992 vergeblich suchen.

Die Erlkönig-Bilder präsentieren auch einen neuen, über die ganze Heckbreite laufenden, dreiteiligen, elektrisch anstellbaren Spoiler, dessen Außenelemente die neue Heckleuchten mit durchgehendem 3-D-LED-Lichtband überflügeln. Die neue Motorhaube geht diesmal geradlinig bis zur Stoßstange. Das hintere Seitenfenster ist stark getarnt und scheint eine neue Form zu bekommen.

Der neue Elfer bekommt ein digitales Cockpit

Porsche 911 Erlkönig mit Innenraum Foto: Stefan Baldauf
Erster Blick ins Cockpit des neuen Porsche 911: Zu erkennen, der zentrale Drehzahlmesser und der Tacho daneben.

Die neuesten Fotos erlauben nun auch einen ersten Einblick in den Porsche 911: Zu sehen ist ein neu gestaltetes Lenkrad mit drei Speichen und Schaltknöpfen sowie mit einem kleinen runden Pralltopf. Dahinter ist trotz des stark getarnten Innenraums das Cockpit zu erkennen. Es bleibt bei dem mittig angeordneten Drehzahlmesser. Der ist allerdings künftig das einzige analoge Instrument, alle anderen Anzeigen erfolgen digital. Zudem wird das Kombiinstrument mit dem danebenliegenden Zentralbildschirm flächig verschmolzen. Die Technik dahinter dürfte aus den Regalen von Volkswagen stammen. Hier bieten die Wolfsburger unter anderem beim Audi TT ein komplett digitales Cockpit an. So wird das Display im Cockpit größer, vier der fünf Anzeigen sind digital ausgeführt, der Monitor in der Mittelkonsole wächst.

Deutlich breitere Spur an beiden Achsen

Die frühen Erlkönige waren mit schmalen Karosserieversion mit mächtigen Radlaufverbreiterungen unterwegs, dann wurde auch die Breitbauvariante mit ebenfalls verbreiterten Radläufen von unserem Erlkönig-Jäger abgeschossen. Mit den am Muletto aufgeklebten Klötzchen und Radlaufverbreiterungen wollte Porsche vermutlich dynamisch die Freigängigkeit verschiedener Bauteile testen.

Porsche-Neuheiten bis 2025Zukunftsmodelle der Sportwagen-Schmiede

In dieser frühen Phase hat Porsche auch schon die Reifenhersteller Pirelli und Goodyear/Dunlop in die Entwicklung eingebunden. Augenfällig am Erlkönig des schmalen Porsche 911 ist die stark verbreiterte Hinterachse, obwohl der Versuchsträger 20 Zöller mit Reifen der Dimension 305/30 aufgezogen hat. Diese Rad/Reifenkombination wird derzeit bei 991 ebenfalls verwendet. Die breite Karosserievariante scheint auch an der Vorderachse auf eine breitere Spur zu setzen. Hier legt der 911 um wenige Millimeter zu, während er in der Länge nochmals zwei Zentimeter (jetzt 4,52 Meter) draufpackt. Alleine beim Modellwechsel 997 zu 991 kamen sechs Zentimeter drauf. Apropor drauf: Auch beim Gewicht wird der neue Porsche 911 (992) erneut zulegen. Kein Wunder, setzt Porsche auch auf mehr Assistenz- und Infortainmentsysteme und mehr komfort.

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Neuester Kommentar

apropo heckflügel, ich finde es auch hier nicht so schön gelöst, wenn man bei geöffnetem flügel "rohes plastik" sieht, bei solche preise könnte man sich irgendeine lackierte, oder zumindest schön ausgeformte blende leisten, aber ok, das ist ja eine geschmacksfrage, und bis zur serie kommt vielleicht noch was.
eine andere frage hätte ich an der redaktion, ist der flügel hier wirklich dreigeteilt?
beim Panamera ist es ja so (und sieht mMn furchtbar aus), vom 911 gibt es aber (noch?) kein bild vom "gespreitzen" flügel, es sieht eher so aus, dass die zwei sicken nur optisch die aussenkante von heckfenster und motorhaube weiterführen.

naja... 4. Oktober 2017, 14:28 Uhr
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