Kein Kombi, kein Dreitürer, kein Cupra

Neuer Seat Ibiza nur als Fünftürer

Seat Ibiza Fünftürer (neu) - Seat Ibiza ST (4. Generation) Foto: ams 27 Bilder

Seat verkauft den neuen Ibiza ab Juni nur als Fünftürer. Eine SC-Version mit drei Türen ist nicht geplant. Ebenso wenig wie ein Kombi oder ein Cupra. Dafür gibt es mehrere Gründe. Wir klären auf.

Seit Montag, 31. Januar 2017 kennt die Welt den neuen Seat Ibiza. Der spanische Kleinwagen rollt im Juni zu den Händlern. Ausschließlich mit vier Seitentüren und einer Kofferaumklappe. Den Dreitürer SC (Sportcoupé) baut Seat nicht mehr. Auch der Kombi ST (Sport Tourer), der bis Mitte letzten Jahres noch in der alten Generation produziert wurde, bekommt keinen Nachfolger. Ihn ersetzt das neue kleine SUV Arona.

Kein Ibiza Cupra mehr

Auch die Sportversion Cupra ist nicht mehr geplant. Obwohl der neue Modulare Querbaukasten A0 auch andere Motoren zuließe als den 1.5 TSI, der mit 150 PS das stärkste Aggregat für den Ibiza sein wird. Die A0-Variante ist eine in Spurweite und Länge reduzierte Version jenes Technikbaukastens, aus dem sich Golf, A3 und Leon bedienen. Trotz reduzierter Breite und Länge würden theoretisch alle MQB-Motoren auch in ein MQB-A0-Auto passen, also auch der im Ibiza Cupra verwendete E 888 mit 1,8 Liter Hubraum.

Dreitürer wird gestrichen

Doch voraussichtlich bleibt der Topmotor im Ibiza der EA211 evo mit 1,5 Liter Hubraum und 150 PS. Für den Preis eines Cupra gebe es auch schon einen Leon, sagt Seat. Außerdem sei der Leon Cupra schon sehr eigenständig und solle das auch bleiben. Schon in der letzten Preisliste des auslaufenden Ibiza fehlt der Cupra. Ein weiterer möglicher Grund: Mit dem sportlich geschnittenen Dreitürer SC fehlt künftig die Differenzierung zum VW Polo GTI.

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Alter Ibiza Fünftürer mit Abstand am besten verkauft

Die nackten Zahlen verdeutlichen, warum der Dreitürer aus dem Programm fliegt: 2016 verkaufte Seat in Deutschland 21.544 Exemplare des Kleinwagens. Fast zwei Drittel (65 Prozent) entfielen auf den Fünftürer. Das entspricht rund 14.000 Exemplaren. Der Anteil des Dreitürers lag bei 20 Prozent (etwa 4.300 Modelle). Der Kombi machte 15 Prozent aus (etwa 3.200 Modelle). Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere betrifft das Design und die neue Plattform MQB A0, auf der der Ibiza der fünften Generation steht. Die Außenfassade des Kleinwagens haben die Seat-Designer so gestaltet, dass der Ibiza aus manchen Perspektiven den Eindruck eines Dreitürers erwecken soll. So will man die Kundschaft mit Vorliebe zum Dreitürer halten.

Neuer Ibiza mit mehr Platz und größerem Kofferraum

Der Grund für das Kombi-Aus: Die A0-Version des Modularen Querbaukastens hat die Platzverhältnisse im Innenraum deutlich vergrößert. Damit nähert sich der neue Ibiza Fünftürer dem ST an (Sitzprobe). Das Kofferraumvolumen ist von 292 auf 355 Liter gestiegen. Beim alten ST passten 430 Liter hinten rein. Die Diskrepanz ist also nicht mehr so groß.

Hinzu kommt: „Viele haben den Ibiza ST gar nicht als Kombi wahrgenommen“, sagt ein Seat-Sprecher. Außerdem sei der Markt für A0-Fahrzeuge bis 2025 rückläufig, so die Analysen der Seat-Marktforscher. Mit diesen Erkenntnissen hat die Seat-Spitze beschlossen, sich nur auf den Fünftürer zu konzentrieren. Gleiches Spiel bei VW mit dem Polo. Eine Kehrtwende wird es nur für den Fall geben, wenn sich der Markt doch anders entwickeln sollte.

Und dann wäre da ja noch der neue Arona, der wie der Ibiza auf dem MQB A0 aufbaut. Der kleine Hochbeiner macht einen Kombi überflüssig. Ob das die Kunden auch so sehen? Die Verkaufszahlen des neuen Ibiza und des SUV werden es zeigen.

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