Super-Plug-in-Hybrid ist Hocheffizienzfahrzeug

BMW hat das 0,4-Liter-Auto

BMW Forschungsfahrzeug Foto: PCauto.com.cn 4 Bilder

Ferdinand Piëch ließ einst das 3,0-Liter- und dann das 1-Liter-Auto bauen. BMW hat sogar das 0,4-Liter-Auto entwickelt, das dennoch 180 km/h schnell ist – will den Plug-in-Hybrid aber nicht verkaufen. Jetzt sind Bilder zur Patentanmeldung aufgetaucht.

Gebaut haben die Münchner das Hocheffizienzfahrzeug schon, denn die BMW-Forschungsabteilung testet es bereits. Das berichtet die "Automobilwoche". Demnach soll der Hybrid-Wagen nach Neuem Europäischem Fahrzyklus (NEFZ) nur 10 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, was eben einem Benzinverbrauch von 0,4 Litern entspricht.

BMW Hocheffizienzfahrzeug ist voll alltagstauglich

BMW hat den Wagen laut der Zeitung bisher nur auf einer Tagung für E-Mobilität vorgestellt. Die chinesischen Internetseite PCauto.com.cn hat jetzt Bilder veröffentlicht, die BMW zur Patentanmeldung vorgelegt hat. Das gezeigte Modell dürfte eben dieses Hocheffizienzfahrzeug sein. Der Viersitzer soll einen Kofferraum mit alltagstauglichen 348 Liter haben – rund dreimal soviel wie der XL1 von VW, in dem auch nur zwei Passagiere Platz finden. Beim cW-Wert schlägt der BMW den VW trotz der vergleichsweise konventionellen Karosserieform sogar noch: Bei nur 0,18 liegt der Wert für die Windschlüpfigkeit, während VW 0,19 für den XL1 angibt. Zum Vergleich: Das beste Serienauto, der Mercedes CLA, schafft auch schon 0,22.

Einzige Konzession ist wohl das eingezogene Heck (hinten schmaler als vorne). Fahrdynamische Nachteile der vergleichsweise schmalen Spur soll ein besonders tiefer Schwerpunkt ausgleichen, die derzeit moderne, hohe Sitzposition eines SUVs kann der BMW also nicht bieten.

Dafür ist er auch erheblich leichter als ein SUV: Nur 1.200 Kilogramm soll er auf die Waage bringen. Dazu hat BMW sowohl Chassis als auch Karosse aus Kohlefaser gefertigt. Erstaunlicherweise wiegt der i3 mit Alu-Chassis und Karbon-Karosse auch nur 1.250 Kilogramm. Und der deutlich kleinere VW XL1 unterbietet gar die 800-Kilogramm-Marke.

Benziner nur noch als Generator

Die enorme Sparsamkeit scheint vor allem auch auf den Antrieb zurückzuführen zu sein: Der serielle Hybrid nutzt seinen 2-Zylinder-Twin-Turbo-Benziner angeblich nur zur Stromerzeugung. Dabei, so BMW, läuft er immer im optimalen Betriebszustand. Für den Antrieb selbst ist hingegen ein Elektromotor auf der Hinterachse verantwortlich. Dessen Leistung wollte BMW  genauso wenig preisgeben, wie die Kapazität der Batterie. Es ist ein Lithium-Ionen-Speicher, ähnlich denen in i3 und i8. Über sein Gewicht möchte BMW nichts sagen. Aber nach NEFZ könnte er wohl für eine rein elektrische Reichweite von 100 Kilometern sorgen. Und er lässt sich auch ander Steckdose laden. Klingt doch sinnvoll, oder? An eine Serienfertigung denkt BMW aber trotzdem nicht. Die wäre wohl absehbar unwirtschaftlich. Schade eigentlich. Die Höchstgeschwindigkeit von über 180 km/h wäre mit den Markenwerten durchaus vereinbar gewesen - und wir hätten gerne probiert, wie sich dabei der Verbrauch entwickelt.

Immerhin: Es ist denkbar, dass einzelne Komponenten und Elemente dieses Forschungsfahrzeugs in zukünftige Serienmodelle einfließen, heißt es aus München.

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