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Neuer Toyota-Millionen-Rückruf

Weltweit 1,5 Millionen Autos betroffen

Toyota ruft erneut weltweit fast 1,5 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Damit setzt sich die beispiellose Pannenserie des Autokonzerns fort. In Deutschland sind vom aktuellen Rückruf rund 4.593 Fahrzeuge betroffen.

Anlass sind aktuell Probleme mit dem Brems- und dem Kraftstoffsystem. Dies bestätigte ein Toyota-Sprecher am Donnerstag (21.10.) in Köln.

Der Rückruf betrifft überwiegend Amerika und Japan: Alleine in den USA sind 740.000 Autos betroffen, in Japan sind es rund 600.000.

Toyota- und Lexus-Modelle betroffen

Die Rückrufe beziehen sich nach seinen Angaben auf Autos der Edelmarke Lexus der Baureihen GS, IS und RX. Weltweit betroffen sind zudem die Toyota-Modelle Crown, Kluger, Harrier, Alphard, Majesta, MarkX, Highlander, Avalon und Reiz.

Nach Angaben von Toyota Deutschland kann bei insgesamt 4.593 Exemplaren der Baureihen GS, IS und RX ,die in Deutschland vom Rückruf betroffen sind, im Extremfall die Bremswirkung aussetzen. Grund ist ein mögliches Leck an der Manschette des Hauptbremszylinders. Betroffene Halter würden per Post über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) benachrichtigt.

In dem Brief werden die Halter in eine Vertragswerkstatt gebeten, um den möglichen Defekt beheben zu lassen. Sobald ein Warnlämpchen im Cockpit leuchtet, sollte sich der Fahrer jedoch direkt in die nächste Werkstatt begeben, obwohl dann noch rund 2.000 Mal gebremst werden könne. Die Reparatur sei kostenlos und dauert dem Sprecher zufolge im günstigsten Fall rund zwei Stunden. Neben Problemen mit dem Bremssystem könne es bei 1.270 der in Deutschland betroffenen Lexus GS außerdem Defekte mit der Benzinpumpe geben. Unfälle im Zusammenhang mit dem freiwilligen Rückruf habe es weltweit bislang nicht gegeben.

Toyota musste Anfang des Jahres weltweit mehr als acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückrufen, die meisten davon in den USA. Zudem setzten bei etwa einer halben Million Hybridautos die Bremsen kurzzeitig aus. Nun ist es vor allem Bremsflüssigkeit, die austreten kann, teilte Toyota USA mit. Von Unfällen ist nichts bekannt.
 
Der weltgrößte Autobauer erlitt durch seine Massenrückrufe einen enormen finanziellen und Imageschaden. Vor allem in den USA hagelte es Kritik, ein Kongressausschuss zitierte sogar den Toyota-Chef herbei. Durch die US-Medien geisterten Horrorgeschichten von tödlichen Unfällen. Im Nachhinein stellte sich allerdings heraus, dass der weitaus überwiegende Teil der Unglücke auf das Konto der Fahrer ging.

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