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Neuer VW Bus (T6) mit Abgasproblemen

Alle Infos zu den Problemen des Diesel-Bus

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg prüft nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ den VW T6-Bus wegen eines Problem mit dem CO2-Ausstoß. Bereits Ende 2017 wurde beim T6 mit Dieselmotor ein zu hoher Stickoxid-Ausstoß entdeckt und das Modell zeitweise aus dem Verkauf genommen.

Nach Insider-Informationen prüft das KBA, ob es „VW gelingen kann, hohe Stickoxidwerte zu reduzieren und gleichzeitig die CO2-Werte einzuhalten, mit denen die Autos zugelassen worden sind“, so das Blatt. Das aktuelle Problem sei, dass der Stickoxid-Ausstoß zwar gesenkt wurde, die CO2-Werte von VW jedoch um bis zu zehn Prozent angehoben wurden. Dadurch benötigte der Autobauer auch einen neuen Typgenehmigung für die T6-Modelle. Die CO2-Angaben sind zudem relevant für die Berechnung der Kfz-Steuer, Volkswagen werde die höhere Steuer jedoch ausgleichen, so das Unternehmen. Auch für den einhergehenden Mehrverbrauch will VW eine „einvernehmliche Lösung“ finden.

Nach Angaben der Wirtschaftswoche sind 192.000 VW T6 mit Euro 6-Diesel seit 2015 ausgeliefert worden.

Rückblende: Von Mitte Dezember 2017 bis Februar 2018 hatte Volkswagen den T6-Bus mit Dieselmotoren nicht mehr ausgeliefert. Bei dem Modell gibt es Probleme mit dem Stickoxid-Ausstoß. VW hatte damals dem Kraftfahrtbundesamt in Flensburg mitgeteilt, dass das Modell „die bei der Zertifizierung angegebenen Werte für Stickoxid überschreitet“. Hintergrund. Der Stickoxid-Ausstoß wird durch die realen Abgase sowie einen Korrekturwert bestimmt, diesen Wert hat Volkswagen zu niedrig angegeben.

Abgastest auf der Straße, Mercedes C-Klasse, AMS2515

Außerdem hatte VW bei Tests festgestellt, dass die zulässigen Grenzwerte für Stickoxid „teilweise erheblich“ überschritten werden. Nach der Mitteilung dieser Testergebnisse an das KBA erwog die Zulassungsbehörde wohl auch einen kompletten Zulassungsstopp für den VW Bus. Um dies zu vermeiden, bot VW an, unverzüglich ein Softwareupdate zu entwickeln und aufzuspielen. Die ersten T6-Busse mit der optimierten Software wurden dann Mitte Februar 2018 wieder ausgeliefert.

In einer Stellungnahme gegenüber auto motor und sport erklärte damals ein Sprecher von VW Nutzfahrzeuge: „Aktuell geht die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge internen Hinweisen nach, dass bestimmte technische Werte im Rahmen der Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion (Conformity of Production = COP) des Modells Multivan T6 mit Dieselaggregaten und Pkw-Zulassung (sog. M1-Zulassung) nicht vollumfänglich bestätigt werden können. Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bereits über diesen Sachverhalt im Zuge des üblichen COP-Prozesses informiert.“ Weitere Details zu betroffenen Motortypen, Anzahl der Fahrzeuge oder Baujahre sowie ggf. notwendige Maßnahmen konnte VW nicht nennen. „Vorsorglich hat die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge die Auslieferung von Neufahrzeugen des Typs Multivan T6 mit betreffenden Dieselmotoren und Pkw-Zulassung zunächst ausgesetzt. Die Klärung des Sachverhalts sowie die Abstimmung und Freigabe ggf. erforderlicher Maßnahmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden hat für die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge oberste Priorität“, so der Sprecher abschließend.

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