Neuzulassungen

2007 unter Vorjahr

Foto: dpa

Das Autojahr 2007 schließt mit 3.148.163 Pkw-Neuzulassungen ab. Damit liegt das Defizit gegenüber dem Vorjahr bei 320.000 Fahrzeugen und einem Minus von 9,2 Prozent, meldet das Kraftfahrtbundesamt am Montag (7.1.) in Flensburg.

Insgesamt liegt das Minus bei 3.704.084 Neuzulassungen bei 7,2 Prozent. Gar zweistellige Minuszahlen gabe es für den Dezember. Mit 241.905 neu zugelassenen Pkw beträgt der Rückstand gegenüber dem Vorjahr 20,3 Prozent. Insgesamt bedeuten 279.844 Neuzulassungen im Dezember ein Minus von 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat.

Von der anhaltenden Kaufzuruückhaltung in Deutschland blieben nur wenige Automobilhersteller verschont. Der Anteil deutscher Fabrikate betrug, ähnlich wie im Vorjahr, 64,1 Prozent. Die meisten ausländischen Fahrzeuge kamen trotz rückläufiger Quoten aus Japan (11,8 Prozent) und Frankreich (9,7 Prozent).
 
Kompaktklasse gefragt

Das bevorzugte Segment der deutschen Käufer ist nach wie vor die Kompaktklasse mit einem Anteil von 26 Prozent. Zulegen konnten aber auch Geländewagen (plus 1,8 Prozent) und Sportwagen (plus 4,4 Prozent).

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen und somit der Kraftstoffverbrauch gingen hingegen 2007 um 1,7 Prozent zurück. Der Anteil der Diesel-Pkw nahm zu und liegt nun bei 47,7 Prozent. Die privaten Pkw-Zulassungen gingen auf 38,1 Prozent zurück.

Klein und schnell im Plus

Unter den deutschen Marken gab es nur bei den kleinen und
schnellen Autos Lichtblicke. Smart (plus 5,6 Prozent) und Porsche (plus 1,0 Prozent) können entgegen dem allgemeinen Trend eine günstige Entwicklung vorweisen. Bei den Volumen-Herstellern gab es hingegen rote Zahlen. Opel (minus 14,7 Prozent), Ford (minus 12,3 Prozent) und VW (minus 11,7 Prozent) gingen mit zweistelligen Minuswerten in die Jahresbilanz 2007 ein.  BMW kam auf ein Minus von 4,2 Prozent, Audi erzielte ein Minus von 5,0 Prozent und Mercedes musste einen Einbruch um 4,4 Prozent hinnehmen.

Bei den ausländischen Marken liegen Renault (minus 10,0 Prozent) und Toyota (minus 10,4 Prozent) trotz rückläufiger Zulassungszahlen weiter vorn. Skoda konnte mit einem leichten Plus (plus 0,1 Prozent) weiter zur Spitzengruppe aufschließen. Auch die französischen Produkte von Peugeot (minus 16,0 Prozent) und Citroen (minus 12,3 Prozent) fanden nicht den gewünschten Absatz in Deutschland. Mit den Fahrzeugen aus Japan sah es ähnlich aus. Nissan traf es mit minus 24,7 Prozent besonders drastisch. Dagegen konnte sich Suzuki (plus 12,8 Prozent) unter den Top 20 etablieren.

Auch Gebrauchte nicht gefragt
 
Auch gebrauchte Kraftfahrzeuge waren weniger gefragt als im Vorjahr. Im Laufe des Jahres 2007 wechselten insgesamt 7.108.630 Fahrzeuge den Besitzer, was einem Minus von 5,5 Prozent entspricht. Bei den Pkw-Besitzumschreibungen brachten 6.262.145 Halterwechsel ein Minus von 7,0 Prozent. Im Dezember betrugen die Pkw-Umschreibungen 405.956 was einem Minus von 22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Die Gesamtumschreibungen fielen um 22,4 Prozent auf 442.182.

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