Neuzulassungen

Dramatischer Einbruch im November

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Die krisengeschüttelte Autoindustrie steuert nach einem monatelangen Absatzrückgang auf das schlechteste Jahr seit 1990 zu. Im November brach der deutsche Automarkt um 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Dienstag (2.12.) in Flensburg mitteilte.

Insgesamt wurden nur 267.584 Fahrzeug neu zugelassen. 233.772 erstmals zugelassene Pkw bedeuten auch hier ein Minus von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der bisherigen Jahresbilanz liegen die Neuzulassungen insgesamt mit 3.389.952 1,0 Prozent unter dem Vorjahr. Bei den Pkw-Neuzulassungen beträgt das Minus mit 2.864.059 Einheiten nach elf Monaten gar 1,5 Prozent.

Fast alle verlieren

Fast alle Automobilhersteller sind von der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Deutliche Einbußen gab es im November bei Opel (minus 35,9 Prozent), BMW (minus 20,8 Prozent) und VW (minus 18,6 Prozent). Beim Sportwagenhersteller Porsche gingen die Zulassungen ebenfalls stark zurück (minus 21,4 Prozent). Bei insgesamt zunehmender Nachfrage im Mini-Segment ist der Rückgang bei Smart (minus 45,7 Prozent) auffällig. Auch bei den Importmarken ist die Lage eingetrübt. Das Führungsquartett Renault (minus 13,4 Prozent), Skoda (minus 23,9 Prozent), Toyota (minus 38,8 Prozent) und Peugeot (minus 11,0 Prozent) fährt mit angezogener Handbremse dem Jahreswechsel entgegen. Die wenigen Lichtblicke auf dem Automobilmarkt fallen umso deutlicher auf. Gegen den Trend entwickelten sich insbesondere Hyundai mit einem Plus von 74,5 Prozent und Lancia mit 119,4 Prozent.

GM legt ordentlich zu

Zu den deutlichen Gewinnern im bisherigen Jahresverlauf zählen GM mit einem Plus von 86,1 Prozent, Lancia (plus 43,0 Prozent), Fiat (plus 21,8 Prozent) und Subaru (plus 15,6 Prozent). Bei den deutschen Herstellern kommt Audi nach elf Monaten auf ein Plus von 0,3 Prozent, BMW auf ein Plus von 0,7 Prozent. Zulegen konnten auch Ford (plus 3,2 Prozent), Mercedes (plus 0,9 Prozent) und VW (plus 0,7 Prozent). Klar im Minus stehen Opel (minus 8,7 Prozent) und Porsche (minus 8,5 Prozent). Satt verloren hat auch Toyota, die derzeit 24,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis bleiben.

Gebrauchtwagenmarkt im Rückwärtsgang

Abwärts ging es auch mit dem Gebrauchtwagenmarkt. Insgesamt wechselten im November 498.454 Fahrzeuge den Halter, was einem Minus von 11,4 Prozent entspricht. Bei den Pkw bedeuten 455.553 Halterwechsel gar ein Minus von 11,9 Prozent. Im Jahresverlauf blieben die Besitzumschreibungen mit 6.466.737 um 3,0 Prozent unter dem Vorjahr. Bei den Pkw beträgt das Minus nach elf Monaten mit 5.658.540 Halterwechseln 3,4 Prozent.

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