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Niedersachsen gegen VW-Aktien-Verkauf

Das Land Niedersachsen hält trotz des massiv gestiegenen Kurses der VW-Aktie an seiner Beteiligung an dem Wolfsburger Autobauer fest. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) lehnte am Mittwoch (29.10.) im ARD-Morgenmagazin einen Verkauf von Landesanteilen erneut ab.

Verkäufe würden die VW-Aktie zum Absturz bringen, sagte Wulff. Im übrigen halte das Land seinen Anteil nicht, um Gewinne zu machen, sondern aus strategischen Gründen, weil VW von überragender Bedeutung für Niedersachsen sei. Das Land ist mit gut 20 Prozent der zweitgrößte VW-Aktionär nach Porsche.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Rainer Brüderle, hatte den VW-Großaktionär Niedersachsen aufgefordert, Volkswagen-Aktien zu verkaufen. "Das Land Niedersachsen sollte den derzeitigen Höhenflug der Volkswagen-Aktie dazu nutzen, sich jetzt von seinen Anteilen an dem Autobauer zu trennen", sagte Brüderle der "Berliner Zeitung". Das sei sinnvoller für das Land, als am VW-Gesetz festzuhalten. Nach VW-Gesetz und Satzung gelten 20 Prozent als Sperrminorität. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh nannte Brüderles Vorschlag kurzsichtig und unsinnig. "Niedersachsen kennt die Bedeutung von Volkswagen für das Land. Und Volkswagen ist und bleibt ein Stück Niedersachsen."

Wulff forderte angesichts der der Spekulation um die VW-Aktie zudem mehr Transparenz. Er begrüßte ferner die Entscheidung, das Gewicht der VW-Aktie im DAX auf zehn Prozent zu begrenzen.

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