Nissan

20.000 Jobs fallen weg

Nissan

Der japanische Renault-Partner Nissan Motor rechnet wegen der globalen Absatzkrise ebenfalls mit Milliardenverlusten und baut weltweit 20.000 Stellen ab.

Wie Japans drittgrößter Autobauer am Montag (9.2.) bekanntgab, dürfte zum Ende des noch bis 31. März laufenden Geschäftsjahres ein Nettoverlust von 265 Milliarden Yen (1,75 Milliarden Euro) anfallen. Auch beim Betriebsergebnis steuert Nissan auf einen Verlust von 180 Milliarden Yen zu bei einem Umsatz von 8,3 Billionen Yen. Durch den Stellenabbau sinkt die Mitarbeiterzahl im Verlauf des bis Ende März 2010 laufenden neuen Geschäftsjahres auf 215.000.

Wirtschaftskrise und starker Yen

Im Oktober hatte Nissan noch einen Betriebsgewinn von 270 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. "Bei jedem Planungsszenario, das wir erstellt haben, wurden unsere schlimmsten Annahmen zur Weltwirtschaft bestätigt oder übertroffen", sagte Nissan-Präsident Carlos Ghosn. Die andauernde Kreditkrise und das sinkende Verbrauchervertrauen seien dabei die schlimmsten Faktoren, sagte er. Hinzu kommt der starke Yen. Als Folge rechnet Nissan nun mit dem ersten operativen Verlust seit 14 Jahren und dem ersten, seit Renault 1999 bei Nissan einstieg und Ghosn als Sanierer nach Tokio schickte.

Mit Renault zum Aufschwung

Der riskante Einstieg beim damals stark verschuldeten japanischen Autokonzern hatte Renault in nur fünf Jahren auf den Weg in die Weltspitze katapultiert. Die Kombination japanischer Technik mit französischem Management war für beide Seiten ungemein Gewinn bringend. Doch nun macht die globale Krise auch Ghosn, der später die Führung beider Konzerne übernahm, genauso schwer zu schaffen wie den Konkurrenten, vorneweg der japanische Branchenprimus Toyota. Nach jahrelangem Aufwärtstrend strich der größte Autobauer der Welt am Freitag zum bereits dritten Mal in kurzer Zeit seine Prognose für dieses Jahr zusammen und rechnet nun auch erstmals mit roten Zahlen.

Rasch Maßnahmen ergreifen

Die Priorität werde fortan weiter auf dem Cashflow und darauf liegen, rasche und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Geschäftslage zu verbessern, kündigte Ghosn an. Bezogen auf das dritte Quartal von Oktober bis Dezember fuhr Nissan einen Nettoverlust von 83,2 Milliarden Yen ein, verglichen mit einem Nettogewinn von 132,2 Milliarden Yen im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 34,4 Prozent auf 1,82 Billionen Yen. Nissan setzte in dem Quartal weltweit 731.000 Autos ab, ein Minus von 18,6 Prozent.

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