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Nissan & Audi

Q-Streit

Ein einzelner Buchstabe beschäftigt derzeit ein Gericht im US-Bundesstaat Michigan. Nissan hat Audi dort wegen der geplanten Verwendung des Buchstabens "Q" für den neuen Geländewagen verklagt.

Nissan Nordamerika habe die Klage gegen Audi of America eingereicht, berichtete die "Detroit Free Press" in ihrer Onlineausgabe. Nissan verwende für seine Luxusmarke Infinity seit 1989 den Buchstaben Q, gefolgt von anderen Buchstaben und Zahlen, hieß es zur Begründung. Infinity sei mit dem Q45 gestartet und habe jetzt auch QX56, QX4 und "the new Q" als Markenzeichen eintragen lassen.

Allerdings setzt nicht nur der japanische Autobauer auf die Wirkung des Buchstabens. Die Volkswagen-Tochter Audi hat seinen für das nächste Jahr geplanten neuen Geländewagen als Q7 angekündigt.

Die Verwendung des Buchstabens Q werde voraussichtlich Verwirrung bei Kunden hervorrufen, argumentierte Nissan nun in der Klage bei dem US-Bezirksgericht. Das Gericht solle Audi davon abhalten, Q weiter zu verwenden. "Wir besitzen bereits das Markenrecht für den Buchstaben Q durch Langzeitverwendung", erklärte Infinity-Sprecher Bill Garlin.

Die Zeitung verwies aber darauf, dass nach Angaben des amerikanischen Patent- und Markenamtes der Buchstabe Q bereits von der Eller Industries Inc., einer Mobilfunk-Technologiefirma, registriert worden sei. Audi-Sprecher Patrick Hespen sagte nach Angaben der Zeitung, seine Gesellschaft prüfe die Klage noch und nehme derzeit keine Stellung.

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