Nissan Jikoo

Rollende Zeitmaschine

Foto: Nissan 6 Bilder

Anlässlich des 70. Firmenjubiläums von Nissan und des 400. Geburtstags von Tokio (früher Edo genannt) zeigt Nissan auf der Tokio Motor Show die Roadster-Studie Jikoo - einen kleinen zweisitzigen Roadster, der sich mit seinem Retro-Design stark an den Datsun Roadster von 1935, einem der ersten Nissan-Modelle überhaupt, anlehnt.

Wie sein Vorbild trägt der nur 3,73 Meter lange Jikoo - der Name steht für Zeit und Raum - die lange Nase sehr hoch. Zusammen mit dem knackig kurzen Heck ergeben sich so bei einem Radstand von 2,40 Meter klassische Roadsterproportionen, mit extrem kurzen Überhängen. Für eine Extra-Portion Bulligkeit sorgen die 20 Zoll großen kutschenartig geformten Leichtmetallfelgen - eine Verbeugung an die Handwerkskunst der frühen japanischen Kaiserzeit - mit Reifen der Dimension 195/50.

Eine Reminiszenz an die Vergangenheit stellt auch der als "Schwiegermuttersitz" ausgelegte Kofferraum des Jikoo dar. Der Gepäckabteildeckel wird dabei so aufgestellt, dass er theoretisch als Rückelehne eines gegen die Fahrtrichtung gerichteten Sitzes dient.

Einen weiteren Stauraum verbirgt der Jikoo unter seiner hohen Nase. Das über dem Motor liegende, mit Mahagoni ausgelegte Gepäckabteil kann dabei von beiden Seiten geöffnet werden.

Eigene Wege beschreitet Nissan auch bei der Gestaltung der Scheinwerfer. Die lang gezogenen Lichteinheiten an der Fahrzeugfront und dem Heck werden von Lichtleitern durchleuchtet und sollen so an japanische Papierlampen erinnern. Massiverer Natur sind die Stoßstangen, die in ihrer Auslegung ihrem Namen alle Ehre machen.

Hightech dominiert den Innenraum

Hightech dominiert dagegen den Fahrzeuginnenraum. Drei Info-Displays, die sich über das gesamte Armaturenbrett erstrecken, informieren die Passagiere über alle notwendigen Fahrdaten, Navigationsinfos und Bedienfunktionen die teilweise als dreidimensionale Darstellungen aufbereitet werden. Zudem hält der Jikoo quasi als rollende Zeitmaschine visuelle Informationen zur Geschichte Japans, alte Landkarten, touristische Informationen und Hinweise zu Sehenswürdigkeiten sowie kulturhistorische Fakten für die Passagiere bereit, die automatisch ausgegeben werden, wenn ein entsprechender Ort passiert wird.

Für ein behagliches Ambiente sorgen ein ebenfalls mit Mahagoni ausgelegter Fußraum und jede Menge Leder auf den Sitzen, den Türverkleidungen und dem Lenkrad. Dort setzt zudem eingearbeitetes Büffelhorn für einen besonderen Kontrast. In Serie gehen wird diese skurrile Zeitmaschine allerdings nie.

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