Nissan Juke Sebastian Viehmann
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Nissan Juke auf dem Genfer Automobilsalon 2010

Nissan präsentiert neues B-Segment-SUV

Update ++ In Genf zeigt Nissan mit dem Juke ein neues SUV, das mit einer Länge von 4,14 Metern ganze 17 Zentimeter kürzer ist als der Nissan Qashqai. Zur Wahl stehen zwei Benziner mit 117 und 190 PS und ein Diesel, der 110 PS mobilisiert. Der Nissan Juke soll nur rund 1.200 Kilogramm wiegen.

Beim neuen Crossover, der einen Radstand von 2,53 Metern aufweist, spricht Nissan von einer Mischung aus einem SUV und einem sportlichen Fahrzeug. Der 1,77 Meter breite und 1,57 Meter hohe Nissan Juke soll sich durch eine im B-Segment bislang unbekannte Fahrdynamik auszeichnen.

Der Nissan Juke lehnt sich eng an das Design der Studie Qazana an

Der Nissan-Crossover lehnt sich eng an die Studie Nissan Qazana an, welche die Japaner vor genau einem Jahr auf dem Genfer Autosalon präsentiert hatten. Dabei sind die Designanleihen beim Qazana an der Front und bei den markant ausgestellten Radkästen besonders auffällig. Auch die stark nach hinten abfallende Dachlinie und die relativ schmalen seitlichen Fensterflächen konnten die Nissan-Designer vom Conceptcar in die Serie herüberretten. Die Linienführung des neuen Nissan Juke entstand im europäischen Nissan-Design-Zentrum in London. Während die untere Partie des Crossover-Modells bewusst robuste Formen widerspiegelt, soll der obere Teil der Juke-Karosserie mit der nach hinten abfallenden Dachlinie besonders dynamisch wirken. Die runden Frontscheinwerfer sind von den Rallyefahrzeugen der 60er und 70er Jahre inspiriert, die Rückleuchten spiegeln das Design des Nissan 370Z wider. Der Innenraum präsentiert sich mit Nissan-typischen Designelementen, die unter anderem an den großen Bruder des Juke, den Nissan Qashqai erinnern. Auffällig ist die vordere Mittelkonsole, bei deren Formgebung sich die Designer von einem Motorradtank inspirieren ließen.

Das SUV basiert auf der B-Segment-Plattform von Renault-Nissan und wird im japanischen Oppama sowie im englischen Nissan-Werk in Sunderland vom Band laufen. Auf dem europäischen Markt wird der Nissan Juke im Laufe des Jahres 2010 debütieren. Dann werden für das neue Crossover-Modell drei Motoren zur Verfügung stehen.

Als Basismotor dient ein neuer 1,6-Liter-Benziner mit 117 PS, der über ein manuelles Fünfganggetriebe maximal 157 Nm an die Vorderräder überträgt. Wahlweise kann der Nissan Juke 1.6 L aber auch mit dem stufenlosen CVT-Getriebe geordert werden.

Der stärkste Benziner mobilisiert dank Turboaufladung und Direkteinspritzung aus 1,6-Litern Hubraum 190 PS und 240 Newtonmeter. Neben dem serienmäßigen Vorderradantrieb ist für diese Motorisierung auch ein Allradantrieb erhältlich. Dieser verteilt die Kraft nicht nur zwischen den beiden Achsen, sondern bei Bedarf auch selektiv auf die einzelnen Hinterräder. Damit soll ein Untersteuern in schnell durchfahrenen Kurven vereitelt werden.

Das Gewicht des Nissan Juke liegt laut Herstellerangaben je nach Version zwischen 1.162 und 1.383 Kilogramm. Maximal dürfen 415 Kilogramm zugeladen werden.

Der 1,5-Liter-Diesel aus dem Renault-Regal leistet im Nissan Juke 110 PS

Der einzige Diesel im Nissan Juke-Programm ist der aus dem Renault-Regal bekannte 1,5-Liter dCi, der im neuen Nissan-Crossover 110 PS bei 4.000 Touren und bis zu 240 Nm bei 1.750 Umdrehungen an die Vorderräder schickt. Hier werden die Gänge über ein manuelles Sechsgang-Getriebe sortiert. Alle drei Motoren erfüllen die Euro 5-Abgasnorm.

Serienmäßig rollt der Nissan Juke auf Felgen im 17-Zoll-Format, die mit Reifen der Dimension 215/55 bespannt sind. Das Kofferraumvolumen gibt Nissan mit 251 Litern an, es kann aber durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rücksitze weiter vergrößert werden. Dann soll eine ebene Ladefläche entstehen. Nissan wird den Juke in den drei Ausstattungslinien Visia, Acenta und Tekna anbieten. Die genauen Preise wollten die Japaner noch nicht nennen. Im Herbst 2010 wird der Nissan Juke auch auf dem amerikanischen US-Markt debütieren.

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