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Nürburgring-Affäre hat Konsequenzen

Ex-Finanzminister zu Haftstrafe verurteilt

Ingolf Deubel, der frühere Finanzminister des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, wurde vom Koblenzer Landgericht am Mittwoch (16.04.2014) zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der SPD-Politiker hat die gescheiterte Privatfinanzierung des Nürburgring-Ausbaus mit zu verantworten.

In 14 Fällen befanden die Richter den Sozialdemokraten für schuldig. Unter anderem lautete die Anklage auf Veruntreuung von Steuergeldern. Mit der dreieinhalb-jährigen Haftstrafe für den Ex-Finanzminister blieben die Richter unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte auf eine Haftstrafte von vier Jahren Haft plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bewährung für Ex-Nürburgring-Chef Kafitz

Des Weiteren wurde auch der ehemalige Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Walter Kafitz, der Untreue für schuldig befunden. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verurteilt.

Unter Deubel und Ministerpräsident Kurt Beck sollte der rund 330 Millionen Euro teure Ausbau des Nürburgrings von privaten Investoren finanziert werden. Als das gescheitert war, mussten das Land Rheinland-Pfalz und der Steuerzahler die hohen Kosten tragen. Die Nürburgring GmbH meldete 2012 Insolvenz an. Schuld daran war unter anderem der unrentable Freizeitpark und nicht die Rennstrecke als solche. 

Der Nürburgring wurde im März 2014 an den Automobil-Zulieferer "Capricorn" aus Düsseldorf verkauft.

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