Ölpreis fällt unter 100 Dollar-Marke

Foto: Repsol

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent ist am Dienstagabend (9.9.) zum ersten Mal seit Anfang April wieder unter 100 US-Dollar gesunken.

Zuletzt wurde das Barrel zur Auslieferung im Oktober bei 99,43 Dollar gehandelt. Das waren 4,01 Dollar weniger als am Vortag. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 3,97 Dollar auf 102,37 Dollar.


OPEC reduziert Fördermenge

Angesichts stark gesunkener Rohölpreise wird die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ihre Förderung um rund 520.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag kürzen. Dies bestätigte der amtierende OPEC-Präsident Chakib Khelil am frühen Mittwochmorgen (10.9.) vor Journalisten in Wien. Angesichts der "überversorgten Märkte" werde man ab sofort auch auf eine strikte Einhaltung der neuen Förderquoten achten, sagte der Minister nach einer Nachtsitzung der 13 Ölminister. Vor allem Saudi-Arabien hatte seit August deutlich mehr Rohöl gefördert als von der OPEC vorgesehen.

Die Entscheidung der Ölminister kam letztlich überraschend. OPEC-Analysten hatten damit gerechnet, dass die Konferenz die Quoten zumindest bis zur nächsten außerordentlichen Sitzung am 17. Dezember in Oran (Algerien) nicht antasten würde.

Offiziell senkte der Konferenz der Ölminister die bisher gültige Förderquote von zurzeit 29,67 Millionen Barrel auf 28,8 Millionen Barrel. Dies entspreche der Quote vom September 2007, hieß es. Allerdings wurden bei der Berechnung die stark schwankende Förderung des Iraks und die Indonesiens nicht mit einbezogen. Zuletzt lag die reale Förderung aller 13 OPEC-Länder bei über 32 Millionen Barrel pro Tag.

Öl bald wieder teurer?

OPEC-Präsident Khelil betonte nach dem Treffen, er gehe davon aus, "dass die Preise trotz der Verringerung (der Produktion) weiter fallen" würden. Der zurzeit steigende US-Dollar werde sich mäßigend auf die Preise auswirken. Zuvor hatte OPEC-Sprecher Omar Ibrahim erklärt, die gegenwärtige "Überversorgung" der Ölmärkte mache die Kürzung der Förderquoten nötig. Die jüngsten, deutlich gesunkenen Ölpreise deuteten zunehmen auf eine "Veränderung des Trends" zugunsten steigender Ölpreise hin. Nicht zuletzt aufgrund der starken Überproduktion Saudi-Arabiens von rund 600.000 Barrel täglich war der Preis für Rohöl in den vergangenen Wochen von rund 147 US-Dollar auf knapp über 100 US-Dollar am Dienstag gesunken.

Die neue Förderquote von 28,8 Millionen Barrel täglich schließt die neuen OPEC-Mitgliedsländer Ecuador und Angola ein, nicht aber den Irak und Indonesien, das bei der Tagung in der Nacht zum Mittwoch seine Mitgliedschaft in der Organisation bis auf weiteres suspendiert hat.

Die 13 Ölminister wählten den angolanische Ölminister Desidério da Graça Verissímo e Costa (74) zum amtierenden Präsidenten der OPEC-Konferenz für das Jahr 2009. Der Minister löst dann den Algerier Chakib Khelil ab, der der Konferenz im laufenden Jahr vorstand. Sein Stellvertreter wird der ecuadorianische Amtskollege Galo Chiriboga Zambrano.

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