Ölreserven auf Rekordstand

Foto: dpa

Die Welt hat mehr Öl zur Verfügung als jemals zuvor. Die förderbaren weltweiten Ölreserven haben mit 172 Milliarden Tonnen zum Ende des vergangenen Jahres einen neuen Rekordstand erreicht, teilte der Energiekonzern ExxonMobil am Mittwoch (23.6.) in Hamburg mit.

Das seien rund sieben Milliarden Tonnen oder 4,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ursache für diesen Anstieg sei vor allem eine neue Bewertung der Reserven in Iran, die dadurch um fünf Milliarden Tonnen stiegen. Iran ist nun das Land mit den drittgrößten Ölreserven weltweit, nach Saudi-Arabien und Kanada.

Tatsächlich gebe es noch weitaus mehr Öl auf der Welt, sagte ExxonMobil-Sprecher Karl-Heinz Schult-Bornemann. Die gängige Definition der Ölreserven berücksichtige jedoch nur Öl, das bereits durch Bohrungen nachgewiesen und mit heutiger Technik wirtschaftlich förderbar sei. "Es handelt sich um eine wirtschaftliche Betrachtung, nicht um eine geologische", sagte Schult-Bornemann. Durch Fortschritte in der Explorations- und Fördertechnik sowie neue Ölfunde würden die Reserven auch künftig steigen. "Die sicher bestätigten Reserven haben sich von 1980 bis heute glatt verdoppelt", erklärte der ExxonMobil-Sprecher.

USA: Konsument Nummer 1

Den höheren Vorräten stehen eine steigende Förderung und ein höherer Verbrauch gegenüber. Die weltweite Ölförderung kletterte um 3,7 Prozent auf 3,69 Milliarden Tonnen, weil die Länder des OPEC-Kartells ihre Produktion ausdehnten. In den beiden Jahren zuvor war die Ölförderung zurückgegangen. Größte Förderländer sind unverändert Saudi-Arabien, Russland und die USA.

Der globale Verbrauch stieg um 1,9 Prozent auf 3,61 Milliarden Tonnen. "Dies ist ein Zeichen der weltweiten Konjunkturerholung und der industriellen Entwicklung einiger asiatischer Länder", sagte Schult-Bornemann. "Allein China verbrauchte 20 Millionen Tonnen mehr." Größter Ölverbraucher sind mit weitem Abstand die USA, die allein 895 Millionen Tonnen Öl konsumieren. Die USA können nur noch 39 Prozent ihres benötigten Öl aus eigenen Quellen decken und werden immer abhängiger von Lieferungen aus dem Ausland. Noch 1990 lag dieser Anteil über 53 Prozent.

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