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OMV ReOil-Projekt

Plastikmüll wird zu Rohöl

Der Mineralölkonzern OMV hat eine neue Pilotanlage für den ReOil-Prozess in Betrieb genommen. Hier wird aus Kunststoffabfällen neues Rohöl gewonnen. Der Herstellungsprozess von Plastik wird – vereinfacht ausgedrückt – umgekehrt.

Spätestens als China Anfang des Jahres aufhörte, den exportierten Kunststoffabfall aus Europa anzunehmen, rückte das Problem des wachsenden Plastikmüllbergs wieder in den Fokus. Neue Lösungen sind gefragt.

Eine wird jetzt vom österreichischen Mineralölkonzern OMV produziert. In einer Pilotanlage hat OMV mit der Herstellung von synthetischem Rohöl begonnen, das durch ein thermo-chemisches Verfahren aus Kunststoffabfällen gewonnen wird.

100 Kilo Plastik für 100 Liter Rohöl

Schon seit 2011 forscht OMV an diesem Verfahren. In der neuen Anlage kann mit dem ReOil genannten Verfahren jetzt pro Stunde eine Menge von 100 Litern synthetischem Rohöl erzeugt werden. Dafür werden 100 Kilogramm Plastik verarbeitet.

Das Unternehmen hat 10 Millionen Euro in das Projekt gesteckt, wovon eine Million von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft beigesteuert wurden.

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Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck erklärt: „Durch stetige Investitionen in die Zukunft ist die OMV Raffinerie Schwechat seit 60 Jahren auf Erfolgskurs. Mit der Eröffnung der innovativen ReOil Anlage setzt die OMV diesen Weg konsequent fort und stärkt damit auch Österreich als Wirtschafts- und Innovationsstandort.“

Die angelieferten Kunststoffe werden auf über 300 Grad Celsius erhitzt. Mittel- und langkettige Kohlenwasserstoffe werden in kurzkettige aufgespaltet. Also dreht das Verfahren den Herstellungsprozess von Plastik genau um. Denn Kunststoff wird aus Rohöl gewonnen, indem aus kurzkettigen Kohlenwasserstoffen langkettige werden.

Dieser Kreislauf kann durchaus zu einer Reduktion von CO2-Emissionen beitragen, da der Plastikmüll nicht einfach verbrannt wird. Es eignen sich jedoch nicht alle Kunststoffe für das ReOil-Verfahren. Sollte OMV das zum Patent angemeldete System jedoch in größeren Anlagen darstellen können, hätte man eine weitere Möglichkeit, mit nicht mehr benötigten Kunststoffen, zum Beispiel Verpackungsmaterial aus der Lebensmittelindustrie, umzugehen.

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