Opel

500 Jobs gerettet

Foto: dpa

Der Sanierung beim Autobauer Opel fallen nach Betriebsratsangaben etwa 500 Stellen weniger zum Opfer als zunächst vom Management angekündigt.

"In den Verhandlungen über die Umsetzung der Sanierung haben wir die Zahl jetzt auf rund 6.000 Stellen reduziert", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Samstag (12.2.).

Ursprünglich hatte der Mutterkonzern General Motors (GM) angekündigt, bis 2006 rund 6.500 Stellen an den drei Opel-Standorten Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern zu streichen. Damit soll die seit Jahren defizitäre Tochter wieder in die Gewinnzone fahren. Vor der Sanierung beschäftigte Opel insgesamt etwa 32.000 Menschen.

"Das ist ein erster, guter Schritt", sagte Franz, der die Einigung mit der Geschäftsführung als Erfolg wertete. Im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim habe man die Zahl der abzubauenden Stellen von 2.900 auf 2.700 nach unten korrigiert, in Kaiserslautern von 435 auf 235 Arbeitsplätze. Der Rest entfalle auf Bochum. Hier sollten rund 3.050 Mitarbeiter bis 2007 mit einer Abfindungen ausscheiden. Eine genaue Bilanz werde Opel am 25. Februar bekannt geben. Dann läuft die Frist aus, bis zu der sich Mitarbeiter freiwillig für das Abfindungsprogramm melden können. GM stellt für die Abfindungen rund eine Milliarde Dollar (etwa 750 Millionen Euro) bereit.

Nicht jeder darf gehen

"Der Stellenabbau wird voraussichtlich ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen", betonte Franz. Es hätten sich genügend Mitarbeiter gefunden, die freiwillig mit einer Abfindung aus dem Unternehmen ausscheiden wollten. "Über 7.000 haben sich konzernweit gemeldet. Etwa 600 dürfen am Standort Rüsselsheim nicht gehen", sagte Franz. Diese Beschäftigten würden wegen ihres Spezialwissens gebraucht und seien für Opel unentbehrlich. Zu den Vorwürfen von Bochumer Arbeitnehmern, bei den Abfindungen würden ältere Mitarbeiter benachteiligt, wollte Franz sich nicht äußern.

Die Verhandlungen über einen Zukunftsvertrag für die verbleibenden rund 22.000 Opel-Mitarbeiter sind nach den Worten des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden in der Schlussphase. Jetzt gehe es um die Knackpunkte. "Im Moment ist es schwierig, da einige Kernfragen noch gelöst werden müssen", sagte Franz. Die bis Ende Februar beziehungsweise Anfang März angestrebte Einigung sei aber möglich. Die Arbeitnehmer seien bereit, auf übertarifliche Zulagen zu verzichten und die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Im Gegenzug verlangen sie vom Management konkrete Versprechen für die Zukunft der Werke und des Entwicklungszentrums. "Wesentliche Zusagen fehlen noch."

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