Opel-Absatz 2010

Opel verharrt auf Vorjahresniveau

Nick Reilly Foto: dpa

Opel hat 2010 knapp 1,2 Millionen Autos verkauft. "Das ist ungefähr so viel wie im Vorjahr und kein Rekord", sagte Opel-Chef Nick Reilly am Montag (10.1.) in Detroit in Anspielung auf die guten Verkaufszahlen, die zuvor andere deutsche Hersteller wie VW, Mercedes oder BMW auf der Autoshow vorgelegt hatten.

Reilly begründete die "mäßige Entwicklung" mit Nachwehen der Abwrackprämien in mehreren europäischen Ländern, von denen der Autobauer 2009 profitiert hatte. Zudem sei besonders in Deutschland das Markenimage nach der Hängepartie um Staatshilfen beschädigt gewesen.

Opel will Marktanteil steigern, Export nach Australien

"Inzwischen hat sich die Lage deutlich entspannt", betonte der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG. Im laufenden Jahr peilt Reilly für Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall einen Marktanteil in Europa von 6,7 Prozent an nach 6,3 Prozent im Vorjahr.

Zudem will Opel in Australien auf Kundenfang gehen. Der Hersteller bereite derzeit den Markteintritt vor. "Ab 2012 wird die Marke ihre Autos im Land "down under" verkaufen, wobei der Kern des Produktangebots die Modelle Insignia, Astra und Corsa umfassen wird", teilte die Adam Opel AG am Montag in Detroit mit.
 
Die Einführung Opels in Australien sei ein wichtiger Teil der internationalen Expansionsstrategie. "Mit seiner steigenden Nachfrage nach deutschem Design und deutscher Technologie bietet uns dieser Markt ausgezeichnete Chancen, und bei australischen Autofahrern genießen Opel-Fahrzeuge einen guten Ruf", sagte der Vorstandsvorsitzende Nick Reilly auf der Autoshow in der Heimatstadt des Mutterkonzerns General Motors (GM).
 
   Zuletzt hatte Opel angekündigt, seine Fahrzeuge auch nach Chile und Israel zu exportieren. Der Hersteller prüft derzeit den Eintritt in weitere Exportmärkte, darunter Argentinien und Länder im Nahen Osten. Außerdem soll das Geschäft in Südafrika und China ausgebaut werden.
 
Opel hat im vergangenen Jahr weniger als 10.000 Autos ins außereuropäische Ausland exportiert. Auch deshalb konnte der Hersteller anders als die anderen deutschen Autobauer nicht von der boomenden Nachfrage in Asien und Nordamerika profitieren.
 
Reilly will nach und nach neue Absatzmärkte zu erschließen. Dabei will er aber nichts überstürzen: "In den kommenden zwei bis drei Jahren wollen wir außerhalb Europas zusätzlich 60.000 bis 70.000 Autos verkaufen." In den Heimatmarkt der US-Konzernmutter wird Opel aber vorerst nicht vorstoßen, schließlich hat GM gerade erst mehrere Marken eingestampft. Reilly betont: "Für uns gibt es viel bessere Möglichkeiten als die USA, wo GM gerade einen Neustart hinlegt."

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