Opel-Chef Nick Reilly

Opel schreibt ab 2012 wieder Gewinne

Nick Reilly Foto: dpa

Opel-Chef Nick Reilly sieht gute Chancen, dass das Unternehmen schon 2011 und damit ein Jahr früher als geplant die Gewinnschwelle erreicht. "Wir wollen 2011 die Gewinnschwelle erreichen, wenn man mal von den einmaligen Kosten der Sanierung absieht. Ab 2012 wollen wir wieder Gewinn machen", sagte Reilly im Gespräch mit auto motor und sport.

Dabei rechnet Reilly in einem stagnierenden europäischen Markt mit einem wachsenden Marktanteil. "Wir wollen unseren Marktanteil für den Rest des Jahres 2010 um mindestens einen Prozentpunkt auf 7,2 Prozent steigern. Dieser Anstieg um einen Prozentpunkt gilt auch für Deutschland. Gerade der Astra Sports Tourer wird uns nochmal Rückenwind geben." Das bedeute in Zahlen ausgedrückt einen Absatz von "bis zu 1,2 Millionen Opel" in diesem Jahr. 2013 könnte es "rund 1,6 bis 1,7 Millionen und 2014/15 rund zwei Millionen weltweit sein", so der Opel-Chef.

Volle Werksauslastung ab 2013

Entsprechend werde die Auslastung der Opel-Werke deutlich zunehmen. "Die liegt derzeit im Schnitt bei 75 Prozent. Und wir wollen sie bis 2013 auf 110 Prozent im Zweischichtbetrieb und auf knapp 90 Prozent im Dreischichtbetrieb erhöhen."

Konkretisiert hat Reilly die Absatzpotenziale durch die zuletzt verkündete Erschließung neuer Auslandsmärkte wie China und Australien. "Ich denke, es sollten schon 2012 wieder mehr als 100.000 Fahrzeuge werden. Und zwar - im Gegensatz zur Vergangenheit - als profitables Geschäftsmodell." Besondere Hoffnung setzt der Opel-Chef in den chinesischen Markt. "Wenn wir erfolgreicher werden, ist sogar eine lokale Produktion von Opel-Modellen in Märkten wie China denkbar. Dank starker Partner vor Ort wäre das nicht sonderlich schwierig." Dabei sieht Reilly für Opel als spezifisch deutsche Marke besondere Absatzchancen in China. "Chinesen wissen die Historie der Marke und das Thema German Engineering sehr zu schätzen. Deswegen wollen wir in China den Vorjahresabsatz von rund 4.000 Opel in zwei, drei Jahren verdreifachen, indem wir unser Angebot erweitern, das Vertriebsnetz ausbauen und die Marke repositionieren. Insgesamt werden wir  Opel so zu einer wichtigen internationalen Marke aufbauen, ohne zwingend in jedem Markt präsent zu sein."

Pläne für eine Einführung der Marke Opel in den USA gebe es allerdings weiterhin nicht. "Aber wir exportieren dieses Jahr rund 35.000 Buick Regal aus Rüsselsheimer Produktion in die USA."

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