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Opel gewährt mehr Zeit

In den Verhandlungen um die Zukunft der Opel-Arbeiter haben sich Management und Betriebsräte mehr Zeit gegeben. Die Kündigungsfrist für die bestehende Betriebsvereinbarung über das Prämiensystem sei vom 31. Oktober auf den 28. Februar 2005 verlängert worden, teilte der Autohersteller am Donnerstag (28.10.) in Rüsselsheim mit.

Die Vereinbarung beinhaltet unter anderem ein übertarifliches Entgeltsystem, das die Geschäftsführung abbauen möchte.

Das Prämien-Lohn-System gilt für rund 21.000 Opel-Arbeiter an den Standorten Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern und wäre sonst am Sonntag gekündigt worden. "Wir wollen den Druck aus den Verhandlungen nehmen", sagte eine Opel-Sprecherin. Der Schritt wurde vom Betriebsrat als "positives Signal des Vorstands" gewertet.

Diese Verschiebung hat nicht direkt mit dem europaweiten Sparpaket der Muttergesellschaft General Motors (GM) zu tun, die zur Kostensenkung 10.000 Stellen bei Opel streichen will. Im Rahmen der Gespräche über die Betriebsvereinbarung hatten Management und Geschäftsführung vor zwei Wochen das Europa-Paket ebenfalls zum Thema gemacht.

Auch am Donnerstag verhandelten beide Seiten in Rüsselsheim hinter verschlossenen Türen über die Streichungspläne. Die Arbeitnehmervertreter wollen Entlassungen vermeiden. "Wir sind bereit, über flexible Arbeitszeiten und den Abbau übertariflicher Leistungen zu reden", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Eine Einigung in den langwierigen Verhandlungen erwarten beide Seiten erst in Wochen. Am morgigen Freitag sollen die Mitarbeiter in Rüsselsheim auf einer Betriebsversammlung über die Lage des Unternehmens informiert werden.

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