Opel-Krise

Opel findet keinen Investor

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Um das Überleben des angeschlagenen Autobauers Opel zu retten, sind die Arbeitnehmer von General Motors in Europa zu Einschnitten bereit. Bei der Suche nach einem Investor kassiert Opel indes eine Absage nach der anderen.

Außer BMW und Daimler sagten nach Medienberichten auf die französische PSA, der indische Autobauer Tata und zwei chinesische Hersteller ab.

Arbeitnehmer zu Einschnitten bereit

Wie der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Donnerstag (12.3.) in Rüsselsheim mitteilte, erklärten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter von GM Europa ihre Bereitschaft, „zur Sicherung eines neu zu gestaltenden Unternehmens Opel/Vauxhall Europa Arbeitnehmerbeiträge einzubringen“. Details nannte er nicht.

Gleichzeitig forderten die Arbeitnehmervertreter, es dürfe weder Werkschließungen noch betriebsbedingte Kündigungen geben. Die Produktion müsse gerecht auf alle Standorte verteilt werden. Außerdem müsse ein eigenständiges Unternehmen Opel/Vauxhall gegründet werden, das Zugang zu allen Märkten weltweit hat.

Bei der Suche nach einem Investor musste das Management von General Motors und Opel Rückschläge hinnehmen. Es gebe zwar erste Interessenten aus dem In- und Ausland, aber noch keine formellen Gespräche. Der indische Autokonzern Tata erteilte Opel eine Absage. Tata-Sprecher Debasis Ray sagte der Tageszeitung „Die Welt“: „Wir haben derzeit alle Kapazitäten, die wir benötigen. Und unser Produktportfolio ist rund.“

Kein Investor in Sicht

Auch PSA Peugeot Citroen und die chinesischen Hersteller Geely und Cherry hätten abgesagt, berichtete das „Handelsblatt“. „Das zählt nicht zu unseren derzeitigen Arbeitshypothesen“, sagte ein PSA-Sprecher. BMW wies erneut Berichte über ein mögliches Interesse an Opel zurück. „Wir haben keinerlei Pläne oder Absichten, uns an Opel zu beteiligen“, sagte ein BMW-Sprecher. „Wir brauchen in Europa keine zusätzlichen Kapazitäten.“

Mitte der Woche hatte der europäische Händlerverband von Opel und dessen Schwestermarke Vauxhall angekündigt, eine gemeinsame Dachgesellschaft zu gründen, die mit bis zu 20 Prozent bei Opel einsteigen solle.

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