Opel-Krise

Teilschließungen in Bochum?

Foto: dpa

Das Opel-Werk in Bochum ist Zeitungsberichten zufolge von den Sanierungsplänen bei General Motors besonders stark betroffen. Die "Financial Times Deutschland" berichtet am Mittwoch (13.10.), Opel bereite Teilschließungen in Bochum vor.

Das "Handelsblatt" schrieb unter Berufung auf Gewerkschaftskreise, das Werk könnte die Produktion der nächsten Mittelklasse-Modelle von Astra-Kombi und Zafira verlieren und damit überflüssig werden. Hingegen scheine eine Schließung der Opel-Stammfabrik in Rüsselsheim oder der Saab-Fertigung im schwedischen Trollhättan vom Tisch.

Bochum: 2.000 Jobs in Gefahr

Das Opel-Werk in Bochum solle organisatorisch und rechtlich in drei Bereiche aufgeteilt werden: die Fahrzeugmontage, das Presswerk und die Achsenproduktion, schreibt die "Financial Times Deutschland" mit Berufung auf Unternehmenskreise. Dieser Schritt schaffe die Voraussetzungen, um zumindest die Montage langfristig schließen zu können. Davon wären rund 2.000 Arbeitsplätze betroffen.

Zusätzlich könnte die Achsfertigung nach Osteuropa verlagert werden. Dabei solle Tschechien im Gespräch sein, schreibt die Zeitung. Das Presswerk solle in eine eigenständige GmbH ausgelagert werden und vorerst erhalten bleiben, da hier auch Karosserieteile für die Opel-Werke Rüsselsheim und Eisenach gefertigt werden. Ein Opel-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Bochum ist laut "FTD" mit 7.600 Beschäftigten der größte GM-Standort in Europa. Da das Werk schon älter ist, arbeite es mit vergleichsweise geringer Produktivität. Die modernen deutschen Opel-Werke in Eisenach und Rüsselsheim seien weitaus produktiver.

GM plant in Europa eine weit reichende Sanierung, um mehr als 500 Millionen Euro Kosten einzusparen. Etwa 10.000 bis 12.000 Arbeitsplätze sollen gefährdet sein. Details zum Sanierungsplan werden für diesen Donnerstag erwartet, wenn GM die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht.

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