Opel

Marketing-Kritik abgewiesen

Foto: ams

Der Autokonzern Opel hat die Kritik von Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz an der Vermarktung seiner Mittelklassewagen zurückgewiesen. Bei den Ausgaben für Marketing und Vertrieb konzentriere sich Opel derzeit auf das neue Modell des Kleinwagens Corsa.

Diese Werbestrategie sei in der Branche üblich und dem Betriebsrat seit längerem bekannt, sagte ein Opel-Sprecher am Freitag (27.10.) dem Hessischen Rundfunk (hr).

Franz hat laut Medienberichten wegen der Situation im Stammwerk Rüsselsheim Alarm geschlagen. In einem Brief an den Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM), Carl-Peter Forster, wies der Betriebsratschef demnach auf sinkende Auftragsvolumen für die in Rüsselsheim gefertigten Mittelklasse-Autos Vectra und Signum hin.

Die Unterauslastung des Werks werde immer problematischer. Der Betriebsrat habe daher "Vorschläge erarbeitet, die dazu beitragen mögen, Marketing und Vertrieb aus dem Dornröschenschlaf zu wecken". Dazu zählten Paketangebote und eine Exportoffensive. Das einst starke Opel-Segment der Mittelklasse sei bei GM wohl "zur geheimen Verschlusssache" erklärt worden, meinte Franz. Beworben würden stattdessen die GM-Marken Cadillac und Chevrolet, die in Europa kaum eine Rolle spielten.

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