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Opel

Mehr Eigenständigkeit und neuer Chef

Foto: GM 144 Bilder

Der Chef der Opel-Mutter General Motors (GM) wird nach dpa-Informationen Montag (9.11.) mit dem Management der angeschlagenen deutschen Tochter in Rüsselsheim zusammenkommen. Im Gepäck hat Fritz Henderson demnach eine erste Vorlage für ein Zukunftskonzept für Opel, das der Autokonzern auch mit dem Betriebsrat abstimmen will.

09.11.2009

An den kommenden Tagen wird sich der Manager auch mit dem Opel-Betriebsrat über die erforderlichen Einschnitte zur Restrukturierung des Autobauers beraten.

Magna-Manager Demel als Opel-Chef im Gespräch

Nach dem Rückzug von GM-Europachef Carl-Peter Forster hatte GM am Wochenende überraschend versöhnliche Signale gesandt. So soll das Europageschäft um Opel künftig nach Möglichkeit von einem Europäer geführt werden, damit die Spannungen nicht noch weiter eskalieren. Ein Kompromiss könnte der aus Wien stammende Magna-Manager Herbert Demel sein. Bis ein geeigneter Kandidat gefunden wird, könnte es eine
Übergangslösung geben, um ein Machtvakuum zu verhindern. Als vorrübergehender neuer GM-Europachef wird der GM-Manager Nick Reilly gehandelt. Reilly gilt harter Sanierer.

Mehr Eigenständigkeit für Opel

Zudem will GM der deutschen Tochter nach dpa-Informationen künftig mehr Eigenständigkeit erlauben. Opel soll demnach künftig etwa über neue Modelle selbst entscheiden dürfen. Jeder bei GM wisse, dass Opel mehr Kontrolle über Unternehmensentscheidungen bekommen müsse. Damit kommt GM dem europäischen Opel-Betriebsrat entgegen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz hatte vergangene Woche gefordert, dass die Adam Opel GmbH in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt wird. "Wir wollen kein Anhängsel sein, das von Detroit aus durchregiert wird." Dies sei eine Vorbedingung für die Verhandlungen über die Restrukturierung des Autobauers.

In dieser Woche soll es außerdem weitere Gespräche zwischen dem Chefunterhändler von General Motors, John Smith, und Vertretern der Bundesregierung geben, wie die dpa erfuhr.

Fixkosten müssen um 30 Prozent runter

General Motors will gut 10.000 der mehr als 50.000 Jobs in Europa streichen. Bedroht ist insbesondere das Werk im belgischen Antwerpen. Hingegen hat GM für den Standort Bochum, der lange auf der Streichliste des US-Konzerns stand, inzwischen ein neues Konzept erarbeitet. Nach GM-Angaben ist aber noch nichts entschieden. Man strebe eine Einigung mit dem Opel-Betriebsrat an. Fest stehe lediglich, dass die Fixkosten um 30 Prozent gesenkt werden müssten.

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