Opel

Rüsselsheim in Gefahr

Überlegungen des Automobilkonzerns General Motors, die nächste Generation der Mittelklassemodelle von Opel und Saab an nur noch einem Standort in Europa zu produzieren, dürften das moderne Werk in Rüsselsheim nicht in Gefahr bringen, erklärte der hessische Ministerpräsident Roland Kocham Freitag (3.9.) in Wiesbaden.

"Die hessische Landesregierung und ich persönlich treten gemeinsam mit den Arbeitnehmern dafür ein, den Standort zu sichern, " bekräftigte Koch seine Forderung den Opel-Standort in Rüsselsheim zu erhalten.

Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) will die nächste Modellgeneration von Opel Vectra und Saab 9-3 in einem einzigen Werk fertigen lassen. "Künftig wird es nur noch einen Standort geben", sagte Opel-Betriebsratchef Klaus Franz dem "Handelsblatt". Bislang produzieren Opel und Saab noch getrennt - die deutsche GM-Tochter in Rüsselsheim, die schwedische Tochter des US- Konzerns in Trollhättan im Westen des Landes.

Betriebrat macht Front

Unterdessen trafen sich die Vertreter des europäischen Arbeitnehmerforums von General Motors am Freitag in Trollhättan, um über diese Pläne von General Motors zu beraten. Die Arbeitnehmervertreter sind sich einig, dass sie sich von General Motors durch diese Pläne nicht gegeneinander ausspielen lassen werden. Der Vorsitzende des Gremiums, Klaus Franz, betonte: "Die europäischen Arbeitnehmervertreter werden sich nicht durch Sozialdumping gegeneinander ausspielen lassen“.

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die europäischen Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter von der Konzernleitung eine Offensivstrategie, um mit neuen und innovativen Produkten Marktanteile zurückzugewinnen und damit Werkschließungen zu verhindern. Außerdem verlangen die Arbeitnehmervertreter einen Zukunftsvertrag für alle europäischen General Motors Standorte, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

IG Metall wiegelt ab

Die IG Metall sieht den Opel-Standort in Rüsselsheim nicht ernsthaft gefährdet. Die Diskussion um die Produktion der nächsten Modellgeneration des Opel Vectra und Saab 9-3 in Rüsselsheim oder im schwedischen Trollhättan sei "eine ganz normale Erpressungssituation zwischen verschiedenen Standorten", sagte der Sprecher der IG-Metall-Bezirksleitung Frankfurt, Achim de Hair, am Freitag. Es sei aber kaum vorstellbar, dass der US-Konzern General Motors (GM) das Herzstück seiner Massenmarke Opel in Rüsselsheim ernsthaft aufgeben wolle.

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