Opel-Sanierung

Positive Reaktionen

Foto: dpa

Trotz des Kahlschlags in der Opel-Belegschaft ist der Sanierungsplan für die deutsche Tochter von General Motors (GM) überwiegend auf ein positives Echo gestoßen.

Bundesregierung, IG Metall und die Stadt Rüsselsheim reagierten vor allem erleichtert auf die Entscheidung des US-Autohertseller, beim Abbau von bis zu 10.000 Stellen auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) wertete den Sanierungsplan als Bekenntnis zum Standort Deutschland. "Ich bin erleichtert, dass die Sanierung des Unternehmens ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen soll und dass alle Opel-Standorte in Deutschland erhalten bleiben sollen", erklärte Clement in Berlin. Die Bundesregierung werde Opel und seine Beschäftigten bei der Restrukturierung weiter eng begleiten.

Die IG Metall sprach von einem ersten positiven Schritt in die richtige Richtung. "Es gibt bei Opel keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Standortschließungen, das ist die wichtigste Botschaft an die Belegschaften", sagte IG-Metall-Vize Berthold Huber in Frankfurt. Allerdings sei der Stellenabbau zu hoch. "Wir müssen noch weiter runter." In den kommenden Wochen werde es weitere harte Auseinandersetzungen mit dem Unternehmen geben, um Lösungswege zu konkretisieren.

Hessische Regierung: "Schmerzliche, aber akzeptable Lösung"

Der Oberbürgermeister von Rüsselsheim, Stefan Gieltowski (SPD), sagte: "Weder bei Opel noch in der Stadt selbst werden die Lichter ausgehen. Die Bedrohung ummittelbarer Entlassungen ist offenbar gebannt, und die Spekulationen über Werkschließungen sind vom Tisch." Er wies aber auf die Unsicherheit hin, ob die Produktion der nächsten Mittelklassegeneration von Opel am Stammsitz bleiben werde. Er rechne mit einer Entscheidung bis Ende Februar. "Ich bin nach wie vor optimistisch, dass die Produktion in Rüsselsheim angesiedelt wird." Als neuer Produktionsstandort für die Opel Vectra und den Saab 9-3 steht nach Angaben des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) auch das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan zur Diskussion.

Die hessische Landesregierung bezeichnete den Sanierungsplan für Opel als "schmerzliche, aber akzeptable Lösung". Es sei "eine sehr bittere Pille, dass in Rüsselsheim so viele Stellen abgebaut werden sollen", erklärten Wirtschaftsminister Alois Rhiel und Arbeitsministerin Silke Lautenschläger (beide CDU) in Wiesbaden. Das positive Ergebnis sei aber, dass der Opel-Standort Rüsselsheim gesichert sei und auch in Zukunft im Autobau eine wichtige Rolle spielen werde.

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