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Opel-Sanierung

Stellenabbau soll doch höher ausfallen

Die Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel könnte deutlich mehr Mitarbeiter ihren Job kosten als bisher bekannt. Das teilte der europäische Betriebsrat (EEF) nach Gesprächen mit Opel-Chef Nick Reilly über das überarbeitete Rettungskonzept am Montag (1.2.) mit.

"Bei den Personalzahlen weisen die Pläne einen Abbau von 2.000 Beschäftigten mehr auf, als die Zahlen, die vom Management öffentlich genannt werden." Reilly hatte angekündigt, dass rund 8.300 der 48.000 Stellen in Europa wegfallen sollen. Die Hälfte davon soll in Deutschland gestrichen werden.
 
 

Nach den Betriebsratsangaben sieht der Sanierungsplan auch keine Ersatzeinstellungen im Bereich Entwicklung (Engineering) vor, obwohl zahlreiche Beschäftigte in Altersteilzeit gehen und viele neue Projekte zusätzlich bewältigt werden sollten. Entgegen früherer Aussagen solle hingegen der vorgesehene Abbau von etwa einem Drittel der Stellen im Management entfallen. "Im Gegenteil: Es werden neue Führungskräfte eingestellt." Außerdem seien zwar Mitarbeiterbeiträge in Milliardenhöhe geplant, aber keine finanziellen Beiträge des Managements: "Sie wollen sich mit Sonder-Boni bedienen."

GM will kein Geld mehr in Opel-Sanierung stecken

Auch will der US-Konzern General Motors (GM) nach Betriebsratsangaben keine weiteren Mittel für die Opel-Sanierung aufbringen. Dies sei bei Gesprächen mit dem Opel-Management am Montag deutlich geworden, teilte der europäische Betriebsrat mit. Nach den aktuellen Plänen beziffert GM den Finanzierungsbedarf für die Restrukturierung auf 3,3 Milliarden Euro. Davon sollen die europäischen Regierungen 2,7 Milliarden Euro aus Steuergeldern übernehmen.

GM sehe seinen Beitrag durch die Rückzahlung des Opel-Brückenkredits von 600 Millionen Euro im November 2009 sowie durch einen Vorschuss auf Entwicklungsleistungen über weitere 650 Millionen Euro im Januar als geleistet an. "Nach den vorliegenden Plänen will GM sich nicht mit eigenen Beiträgen an der Restrukturierung beteiligen", kritisierten die Arbeitnehmervertreter.

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