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Opel stoppt Corsa-Produktion

Wegen zu geringer Nachfrage stoppt die Adam Opel AG im Oktober zeitweise die Produktion in ihrem Thüringer Werk in Eisenach. Die Montagebänder für den Kleinwagen Corsa würden voraussichtlich an elf Tagen stehen.

Das bestätigte der Sprecher der Opel Eisenach GmbH, Wolfgang Scholz, am Dienstag (31.8.). Genutzt würde dafür eine Vereinbarung über flexible Arbeitszeiten vom vergangenen Jahr, die die Reaktion auf Nachfrageschwankungen ermöglicht. Derzeit bauen die rund 1.800 Beschäftigten täglich mehr als 700 Kleinwagen. Die Beschäftigten müssten keine Angst um ihre Arbeitsplätze haben, sagte Scholz.

Die Entscheidung, die Bänder an einigen Tagen im Oktober anzuhalten, sei eine Reaktion auf die Marktentwicklung und die anhaltende Konjunkturflaute. Sie habe nichts mit Kapazitätsverlagerungen innerhalb des Konzerns zu tun, wie eine Arbeitnehmervertreterin spekuliert hatte. "Dass nach einem sehr guten Produktionsjahr wie 2003 moderatere Zeiten folgen, ist ein normaler Vorgang in der Automobilindustrie." Im Vorjahr waren im 1992 eröffneten Eisenacher Opel-Werk 167.000 Autos vom Band gerollt. Der Betriebsrat rechnet für 2004 mit etwa 158.000 Fahrzeugen.

Das Thüringer Werk ist nach Betriebsratsangaben nicht in die derzeitig Auseinandersetzung im Konzern um Beschäftigungsgarantien für die deutschen Standorte einbezogen. Es gebe einen Standortsicherungsvertrag bis 2007, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Opel ist in Türingen einer der größten Industriearbeitgeber.

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