Opel

Weitere 800 Jobs gefährdet

Foto: ams

Im Bochumer Opel-Werk stehen nach Angaben des Betriebsrats weitere 800 Stellen auf dem Spiel. GM habe vergangenen Donnerstag Planzahlen vorgelegt, wonach mit der Vergabe des neuen Astra ab 2010 die Produktion mit 3.200 Beschäftigten bewältigt werden solle.

Das bedeute eine Stellenverringerungum 1.700, sagte Bochums Betriebsratschef Rainer Einenkel am Mittwoch (18.4.). Über schon laufende Programme würden davon bereits 900 Beschäftigte bis 2010 ausscheiden. Kommende Woche soll über die GM-Pläne in Europa weiterverhandelt werden.

GM reagiert überrascht

Ein GM-Sprecher wies darauf hin, dass Stellen auch über Auslagerung oder Vorruhestandsregelungen abgebaut werden könnten. Das will auch der Bochumer Betriebsrat erreichen. Auf die von Einenkel zunächst genannte Zahlen von 1.700 zu streichenden Stellen reagierte GM überrascht. "Diese Zahl ist uns vollkommen unbekannt", erklärte der Konzernsprecher.

Nach Angaben von Einenkel dürfen in Bochum für die Produktion eines Autos ab 2010 nur noch 15 statt 24 Stunden benötigt werden. Dadurch würden rein rechnerisch von den 4.900 Beschäftigten in der Montage künftig nur noch 3.200 gebraucht. Diese Planzahlen lägen schriftlich vor. Wegen laufender Programme gehe es praktisch aber nur noch um die 800 Stellen.

Von den 4.900 Beschäftigten mit Stand Ende Dezember 2006 würden in den nächsten Jahren 900 über Abfindung, Vorruhestand oder Altersteilzeit gehen. Um weitere Stellen einzusparen, könne in den Verhandlungen von Dienstag an über neue Abfindungsmöglichkeiten, weiteren Vorruhestand oder Auslagerungen von Betriebsteilen gesprochen werden, sagte Einenkel. Nach der Produktionszusage für den Bau der neuen Astra-Generation ab 2010 werde GM nun Verhandlungen mit den Betriebsräten über die Umsetzung in Bochum führen. "Eine Anzahl von Stellenstreichungen ist bisher nicht vereinbart", sagte der Sprecher.

GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster hatte am Vortag erklärt, im Bochumer Werk stehe nicht automatisch ein Stellenabbau an: "In Bochum wird es einige Jobs kosten, wie viele, können wir nicht sagen." Auch Arbeitszeitverkürzungen seien denkbar. Dies müsse nun in den Verhandlungen mit den Betriebsräten beschlossen werden, es werde keine Alleingänge geben.

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