Optionsfahrwerke

Teure Systeme nur in Extremfällen sinnvoll

Audi A6 Foto: Hersteller

Lohnen sich eigentlich die Optionsfahrwerke, die für zum Teil erhebliche Aufpreise bestellt werden können? auto motor und sport hat auf dem Bosch-Testgelände in Boxberg bei 4 Modellen die Probe aufs Exempel gemacht.

Audi A6-Fahrwerk nur in Ausnahmefällen lohnenswert

Das Ergebnis: Die Serienfahrwerke sind heute so gut, dass sich der Aufpreis für ein Optionsfahrwerk nur für ganz bestimmte Einsatzzwecke lohnt. Beispiel Audi A6 Avant: Für knapp 2.000 Euro bietet Audi ein adaptives Luftfahrwerk an, das die Härte der Stoßdämpfer stufenlos an den Untergrund anpassen kann. Zudem lässt sich damit die Bodenfreiheit regulieren. Doch auf der Teststrecke in Boxberg zeigte auch das Serienfahrzeug so gute Fahreigenschaften, dass sich das adaptive System allenfalls lohnt, wenn man häufig seinen Audi bis an die zulässige Grenze belädt.

Ähnlich war das Ergebnis bei der S-Klasse von Mercedes. Zwar funktioniert die Neigetechnik des mehr als 5.000 Euro teuren Active-Body-Control-Fahrwerks tadellos. Doch die serienmäßige Airmatic arbeitet so hervorragend, dass sich ein echter Vorteil etwa beim Handling kaum feststellen lässt.

Mini-Fahrwerk nur etwas für Motorsportfans

Aber auch günstigere Systeme im Mini und im VW Polo überzeugten die Tester von auto motor und sport nicht. So federt der Mini nach Einschalten der Sportabstimmung bretthart und ist nur was für ausgesprochene Motorsportfans. Wer nicht auf Rennstrecken fährt, kann auf die 500 Euro Aufpreis verzichten.

Ähnlich verhält sich der VW Polo: Bei Einstellung der Sportabstimmung federt das Auto deutlich härter ab, ohne dass sich das Handling wesentlich verbessert. Auch hier stellt sich die Frage, ob der Aufpreis von 385 Euro sinnvoll angelegt ist.

Die weiteren Themen aus auto motor und sport - Heft 12, ab dem 28.5. im Handel:

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