Pagani Zonda R auf dem Autosalon Genf 2009

Gebaut für die Piste

Pagani Zonda R Foto: Pagani 13 Bilder

2007 zeigte die italienische Sportwagenmanufaktur Pagani auf dem Auto Salon in Genf den Zonda R als 1:4-Modell. 2009 darf der Supersportler für die Rennstrecke sich in voller Größe präsentieren.

Der Zonda R ist eine weiterentwickelte Variante des Zonda F, mit der einzigen Zielsetzung auf der Rennstrecke schnelle Rundenzeiten in den Asphalt zu stanzen. Dazu musste der Zweisitzer tiefgreifende Änderungen über sich ergehen lassen.

Weniger Hubraum - mehr Leistung

Das Kohlefaser-Titan-Monocoque wurde um 55 Millimeter gestreckt, so dass der Radstand auf 2,785 Meter wuchs. Eine neue Front sowie ein verlängertes Heck mit neu gestaltetem Diffusor lassen die Gesamtlänge um 451 Millimeter auf 4,886 Meter ansteigen.

Downsizing war beim Motor angesagt. Der AMG-V12 musste gegenüber dem Zonda F rund 1,3 Liter Hubraum lassen. Dafür darf der nun sechs Liter große Motor mit 7.500/min deutlich höher drehen. Unter dem Strich steigt so die Leistung von 602 auf 750 PS an. Das maximale Drehmoment sinkt von 760 Nm auf 710 Nm.

Die Kraftübertragung auf die Hinterräder gewährleistet ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe mit Schaltwippen am Lenkrad. Ein Sperrdifferenzial sorgt für weitere Traktionsreserven.

Großes Diät-Programm

Weil auf der Piste zudem jedes Gramm Gewicht zählt, musste der R deutlich abspecken. Radaufhängungsteile wurde aus Leichtmetall geschmiedet, Motor- und Getriebeaufhängungen sind aus Ergal gefertigt. Das Getriebegehäuse ist aus Magnesium. Zur weiteren Gewichtsreduzierung wurden sämtliche Schrauben durch Titan-Pendants ersetzt. Nach der 160 Kilogramm-Diät bringt der Zonda R trocken nur noch 1.070 Kilogramm auf die Waage.

Derart gerüstet soll der Zonda R in 2,7 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten und eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 350 km/h erreichen können.

Preis: 1,46 Millionen Euro plus Steuern.

Zu den weiteren R-Spezifikationen zählen unter anderem die Karosse aus Kohlefaserlaminat, eine Keramik-Verbundbremsanlage mit 380er Scheiben, ein Überrollkäfig, Rennschalensitze aus Kohlefaser, geschmiedete Leichtmetallfelgen in 19 und 20 Zoll mit Reifen der Dimension 255/35/19 an der Vorderachse und 335/30/20er Pneus an der Hinterhand. Die Traktionskontrolle und das Renn-ABS sind in zwölf Stufen einstellbar.

Nicht einstellbar hingegen ist das Preislevel für den Zonda R. Hier müssen künftige Besitzer 1,46 Millionen Euro zuzüglich Steuern mitbringen, um an einen der streng limitierten Renner zu kommen.

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