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Bentley startet Produktion des Supersports

Bentley Continental GT Speed Supersports Foto: Dralle 9 Bilder

Knapp ein halbes Jahr nach seinem Debüt als Studie wird der Bentley Continental GT Supersports nun in Serie gefertigt - obwohl dies eigentlich nicht geplant war. Mit rund 120 Kilogramm weniger Hüftspeck und 630 PS soll das neue Derivat eine besonders hohe Fahrdynamik bieten.

Eigentlich sollte der Bentley Continental GT Supersports ein Showcar bleiben. Zumindest planten dies die Verantwortlichen bei dem Debüt des Coupés auf dem Genfer Salon so. Derzeit beginnt jedoch die Serienproduktion des Sportmodells. "Die Resonanz auf das Auto war überwältigend, weshalb wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben", erklärt Bentley-Vorstand Franz-Josef Paefgen.

Bentley Continental GT Supersports kostet über 200.000 Euro

Ab sofort ergänzt der über 200.000 Euro Supersports das Modellprogramm, unlimitiert, ebenso wie die Höchstgeschwindigkeit von 329 km/h. "Das ist nicht entscheidend mehr als beim GT Speed, doch hinsichtlich der Querdynamik und Beschleunigung hat der Supersports deutlich zugelegt", sagt Ullrich Eichhorn, Bentley-Entwicklungsvorstand.

Rund 120 Kilogramm musste das Coupé abspecken, was unter anderem durch den Verzicht auf die Rückbank und durch leichte Schalensitze aus dem Bugatti Veyron gelang. Allerdings wiegt das Auto dann aber noch immer über 2,2 Tonnen. "Das Gewicht merkt man natürlich noch immer, doch die gesamte Performance unglaublich", berichtet Testfahrer und Rennfahrerlegende Derek Bell, der den Supersports auf der Nürburgring Nordschleife erprobt hat.

20 PS mehr als der Bentley Continental GT Speed

Die Leistung des aufgeladenen Zwölfzylinders wurde gegenüber dem GT Speed um weitere 20 auf 630 PS angehoben, das maximale Drehmoment von 800 Newtonmeter steht ab 1.800 Umdrehungen zur Verfügung. Dank Allradantrieb soll die Leistung schlupffrei in Vortrieb umgewandelt werden können. Der Hersteller verspricht eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 3,9 Sekunden, nach weiteren fünf Sekunden fällt die 160 km/h-Marke. Das Triebwerk ist zudem auf den Betrieb mit Bioethanol ausgelegt, was künftig auch bei weiteren Modellen möglich sein soll. So will die edle VW-Tochter ihren CO2-Flottenausstoß bis 2012 um 15 Prozent verringern.

Bis dahin rechnet Markenchef Paefgen auch mit einer deutlichen Belebung des Geschäfts: "Erste Anzeichen einer Erholung kann man schon jetzt erkennen. Großbritannien hat sich beispielsweise wieder ein bisschen erholt, Asien läuft ebenfalls sehr gut". Als nächste Neuheit kommt im Sommer 2010 der Mulsanne als Nachfolger des Arnage auf den Markt.


Auf dem Auto Salon in Genf Anfang des Jahres präsentierte Bentley die Studie Continental Extreme. Und auch auf der Nordschleife hatten bereits erste Erlkönige des extrem schnellen Bentley Continental Testrunden gedreht.

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