Peugeot 205 Cabriolet CJ, Verdeck schließen Arturo Rivas
Peugeot 205 Cabriolet CJ, Frontansicht
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Peugeot 205 Cabriolet CJ, Motor
Peugeot 205 Cabriolet CJ, Scheckheft 16 Bilder

Peugeot 205 Cabriolet CJ im Fahrbericht

Cabrio und Jeans

Der Winter 2014 hatte wenig Schnee, dafür aber viel Sonne und milde Temperaturen zu bieten. Warum also nicht ein Cabrio kaufen? Zum Beispiel den Peugeot 205 Cabriolet CJ.

Der kleine Franzose wartet in Urbach bei Automobile Schabel auf uns. Er ist der älteste, kleinste und schwächste auf unserer Liste: ein Peugeot 205 Cabrio CJ, Baujahr 06/1992. Gleich auf den ersten Blick ist uns der Franzose sympathisch. "Der ist aber putzig", lautet Brittas erster Kommentar zum kleinen Viersitzer-Cabrio. Ich finde, er wirkt eher sportlich-kompakt. Denn die 15-Zoll-Atiwe-Felgen mit neuen Sommerreifen sehen nicht nur herrlich aus, sie lassen den 205er vor allem satt auf der Straße stehen. Der umlaufende mehrfarbige Zierstreifen des CJ-Sondermodells harmoniert perfekt mit dem Blaumetallic-Farbton. CJ, das steht für Cabrio und Jeans: Die Sitze im Innenraum sind mit Jeansstoff bezogen.

Peugeot 205 Cabrio bringt nur 800 Kilo auf die Waage

Im Gegensatz zu manch anderen Cabrios ist beim Peugeot 205 Handarbeit angesagt: Einen Knopf drücken, rechts und links einen Hebel umlegen, erst dann faltet sich das Verdeck auf leichten Druck zusammen. Mit wenigen Handgriffen noch die Persenning montieren, und los geht die Testfahrt. Youngtimer-Feeling macht sich breit: Eine Servolenkung, die gibt es nicht. Doch auch so lässt sich der 205 ohne allzu großen Kraftaufwand navigieren.

Dank schnell ansprechender Heizung bleibt es im Innern recht warm. Der 60-PS-Motor hat mit den rund 800 Kilo Gewicht leichtes Spiel, es geht flott um die Kurven. Nur Bordsteine oder Gullideckel versetzen den Peugeot 205 in leichtes Zittern: Trotz Überrollbügel, wirklich verwindungssteif war und ist er nicht. Eine typische Cabrio-Krankheit.

Solides aber technisch nicht perfektes Cabrio

Das Peugeot 205 Cabriolet ist fast 22 Jahre alt, hatte drei Vorbesitzer. Ein Blick ins Handschuhfach beruhigt. Das Scheckheft ist durchgestempelt, der Zahnriemen wurde bereits dreimal samt Wasserpumpe und Spannrollen gewechselt, zuletzt vor rund 10.000 Kilometern. Bis auf zwei kleine Bläschen an den Radhäusern sucht man Rost vergebens, am Verdeck gibt es hinten links nur einen Mini-Riss. Das Dach sei aber dicht, betont Händler Bernhard Schabel. Ein wackelnder Fahrersitz und eine kleine Delle am Kotflügel vorne rechts, mehr Mängel finde ich auf den ersten Blick nicht. Eine solide Leistung für den Peugeot 205, der selbst als Neuwagen technisch nicht unbedingt perfekt war. 1.990 Euro ruft Schabel für den Peugeot auf.

Eine Summe, die es wert wäre, den Versuch "Sommer-Cabrio" zu wagen, finde ich. Die Unterhaltskosten halten sich im Rahmen, auch Britta gibt ihr Okay. Nur eine Frage bleibt: Ab wann soll ich das Saisonkennzeichen für den Peugeot anmelden? Schon ab März? Oder doch erst ab April? Wer weiß, ob der Winter es sich nicht doch noch einmal anders überlegt.

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