Peugeot-Strategie

Mit neuen Modellen gegen Absatzrückgang

Renault Grand Scénic, Peugeot 5008 Foto: Reinhard Schmid 31 Bilder

Der französische Automobilhersteller Peugeot will die nachlassende Nachfrage mit neuen Modellen abfedern. "Die Horrorszenarien werden 2010 nicht eintreten", sagte Deutschland-Chef Thomas Bauch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Gleichwohl werde es neben den Nachwirkungen der Abwrackprämie auch einen negativen Einfluss durch die Wirtschaftskrise geben.

In dem schwierigen Umfeld will Peugeot aber besser abschneiden als die Wettbewerber. Bei einem erwarteten Marktrückgang von 26 Prozent soll das Minus bei Peugeot schlimmstenfalls bei 19 Prozent auf 112.000 Autos liegen.

Peugeot 5008 1:36 Min.

Neue Modelle sollen für Absatz sorgen

Das optimistischere Szenario des Autobauers sieht einen Rückgang um nur 14 Prozent auf 119.000 Wagen vor. 2009 hatte Peugeot in Deutschland 138.000 Fahrzeuge verkauft und damit die frühere Bestmarke aus der Nachwendezeit von 1991 geknackt.
 
Seine Zuversicht stützt Bauch auf die neuen und künftigen Fahrzeuge des Konzerns. "Ich bin zu Peugeot gekommen, weil ich der Überzeugung bin, dass das ein Unternehmen ist, das über seine Produkte eine hervorragende Zukunftsperspektive hat" sagte der 46-jährige Manager, der erst vor gut 100 Tagen von der General-Motors-Tochter Opel an die Peugeot-Spitze wechselte.
 
2010 werden die im vergangenen Jahr neu vorgestellten Modelle 3008 und 5008 ihr erstes volles Verkaufsjahr haben. Im Jahresverlauf kommt zudem das sportliche Coupé RCZ in Deutschland auf den Markt. Ende 2010 bringt Peugeot als erster europäischer Hersteller ein reines Elektrofahrzeug in die Verkaufsräume.
 
Von der Abwrackprämie befördert, verzeichnete Peugeot 2009 mit fast 40 Prozent Wachstum eine der höchsten Zuwachsraten in Deutschland. Dabei sind nach Angaben von Bauch viele neue Kunden zu Peugeot gewechselt. Dass die Hersteller weiterhin mit aggressiven Billig-Angeboten locken werden, erwartet Bauch nicht. Die Autobauer hätten im vergangenen Jahr ihre Lager weit abgebaut. Derzeit gebe es keinen Druck, Fahrzeuge mit Macht in den Markt zu bringen. "Für mich steht fest, die Ertrags- und Margensituation im Automobilgeschäft insgesamt ist schon so angespannt, dass es keine Rabattschlacht geben kann," sagte er. Die Lage des gesamten französischen PSA-Konzerns mit den Marken Peugeot und Citroën sieht Bauch dagegen gelassen. "Wir stehen gut da."

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