Piaggio Roboter Gita Kilo Piaggio

Piaggio stellt Roboter Gita und Kilo vor

Elektrische Packesel für eine Zukunft zu Fuß

Bekannt ist Piaggio ja eigentlich für die Vespa-Roller. Jetzt mischt der Hersteller auch in der Robotik mit, weil sich Piaggio die Zukunft eher zu Fuß als im Auto vorstellt. Wir haben uns überlegt, wozu Robo-Kugel Gita tatsächlich gut ist.

Alle reden über autonomes Fahren, Mobilitäts-Konzepte der Zukunft, und einige sogar über private Raumfahrt. Dann kommt Piaggio daher und sagt, wir seien künftig viel weniger abhängig von Autos und würden deutlich mehr zu Fuß laufen. Nur unseren Plunder wollen wir nicht selbst schleppen, sondern nachtragen lassen. Dafür hat Piaggio Gita und Kilo entwickelt: Gita ist ein kugelfürmiger Roboter in dessen Innerem bis zu 20 Kilo Ladung verstaut werden können. Trägt der Besitzer einen entsprechenden Gürtel, folgt ihm der kleine rollende Roboter. Er kann allerdings auch selbstständig durch die Gegend sausen. Der große Bruder von Gita nennt sich Kilo. Gleiches Prinzip, nur die Zuladung erhöht sich auf 100 Kilo. Der auf der Hand liegende Verwendungszweck sieht also für Gita und Kilo das Roboter-gewordene Konzept des klassischen Packesels vor. Dinge selbst zu tragen ist ja auch unglaublich lästig – insofern ein durchaus berechtigter Ansatz.

Wer sich Bilder von übergewichtigen Amerikanern anschaut, die den Walmart auf Elektro-Rollstühlen durchstreifen, könnte allerdings an der These mit dem mehr-zu-Fuß-gehen zweifeln. Werden die Menschen nicht immer bequemer und gehen nur dann zu Fuß, wenn Sie es wirklich selber wollen? Darum haben wir haben uns überlegt, wozu der Roboter Gita dann noch gut sein könnte.

Piaggio Roboter Gita Kilo
Piaggio
Die lieben Piaggio-Geschwister: Roboter-Kugel Gita in grün und der große Bruder Kilo davor in blau.

Piaggio Gita ist multifunktional

Wer allergisch gegen Hunde ist, aber sich schon immer gemeinsame Spaziergänge mit dem Vierbeine gewünscht hat, könnte mit Gita die passende Lösung bekommen. Okay, auf zwei Reifen statt auf vier Beinen und ohne Fell. Aber der Roboter trottet einem ja auch irgendwie hinterher. Für’s richtige Feeling kann Herrchen (oder Frauchen) auch Leckerlis in Gitas Staufach werfen. Nur das Kuscheln auf der Couch ist vermutlich nicht so erhebend. Ob Gita im Bett schlafen darf, sollte im Einzelfall entschieden werden. Stubenrein ist sie auf jeden Fall.

Sollte es möglich sein, das Gepäckfach des Roboters zu kühlen, liegt natürlich der Einsatz als rollender Kühlschrank nahe. Wissen Sie noch, wie mühsam es ist, auf Wanderungen am ersten Mai einen Bollerwagen mit Bierkisten zu ziehen? Geschenkt, Gita macht das. Je nach Durst vielleicht auch besser Kilo. Denn mehr als einen Sixpack kriegt Gita vermutlich nicht unter. Da könnte Piaggio in puncto Abmessungen vielleicht nochmal im Sinne einer lebenspraktischen Lösung nachbessern.

Ein gutes Versteck

Es gibt viele private Gegenstände, deren Besitz man gegenüber seinen Mitmenschen oder den Behörden besser verleugnet. Für Teenager mögen das Schmuddelheftchen sein, die sie vor den Eltern verstecken. Für andere sind es Narkotika, halbautomatische Schusswaffen, die Zündschlüssel eines Fiat Multipla oder ein Best-Of-Album von Modern Talking. In jedem Fall ist Gita ein super Versteck, das sich dann ja auch selbst noch verstecken kann. Oder autonom vor der Polizei flüchten.

Piaggio Roboter Gita Kilo
Piaggio
Hersteller Piaggio ist eigentlich mehr für die Vespa-Roller bekannt, als für die Konstruktion von Robotern.

Sie kennen das: Auf einer Party unterhält man sich gerade ausgesprochen angeregt, flirtet vielleicht sogar ein bisschen. Und dann ist plötzlich das Glas leer. Wer seinen Posten nun verlässt, riskiert, dass ein anderer die Stelle als Gesprächspartner einnimmt und die ganze Mühe vergebens war. Untragbar. Doch Gita hilft. Die Robo-Kugel verwandeln Sie einfach in eine Rum-Kugel oder einen rollenden Rumtopf, der Ihnen auf der Party überall hin folgt. Das leere Glas tunken Sie einfach schnell in Gitas gefüllten Stauraum und müssen nie wieder zum Bar gehen.

Der Robo-Eimer

Wahlweise könnte natürlich auch Wasser eingefüllt werden, um genau zu sein: Putzwasser. Gita folgt Ihnen durch die Wohnung und Sie können nass durchwischen ohne ständig einen Eimer mit sich herumtragen zu müssen.

Halten wir also fest: Piaggio hat hier – vielleicht ohne es selbst zu ahnen – eines der vielseitigsten Geräte erschaffen, das es gibt. Mit der Coolness einer Vespa kann der Roboter freilich nicht mithalten, aber Science-Fiction-Geeks sicher das breitere Lächeln ins Gesicht programmieren. Braucht der Mensch der Zukunft eine Gepäckträger-Maschine? Wissen wir auch nicht. Ein Auto aber, liebe Piaggio-Leute, wird vermutlich noch eine Weile der Global Player in Sachen Individual-Mobilität bleiben.

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