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Aus Norwegen soll 2018/2019 das Podbike kommen

Ein aerodynamisch verkleidetes E-Bike

11/2017, Podbike Foto: Podbike 4 Bilder

Auch in Zukunft wird es Menschen geben, die sich individuell durch den Großstadtdschungel schlagen wollen. Nach der Idee eines norwegischen Start-ups gerne mit eigener Muskelkraft.

20.11.2017 Bernd Conrad 2 Kommentare

In der urbanen Zukunft besteht die Gefahr, dass wir alle ganz schön faul werden. Noch im Bett checken wir mit unserer K.I. die Tagestermine, das Wetter und die persönliche Stimmung, fahren mit dem autonomen Auto zum Büroturm, wo wir den Fahrstuhl nehmen und dann neun Stunden in Videokonferenzen, Servicechats und anderen Tätigkeiten vor dem Bildschirm verbringen.

Ein Start-Up aus Norwegen will mit seiner Fahrzeugidee zumindest für ein bisschen Bewegung sorgen. Gleichzeitig denkt man auch an den Fortbestand des Individualverkehrs, während das autonome Auto zur Effizienzsteigerung am liebsten rund um die Uhr geteilt wird.

Der Mensch lenkt – und tritt

Podbike arbeitet am einsitzigen Kabinenwagen, unter dessen Hülle im Prinzip nichts anderes als ein E-Bike steckt. Die Firma, die bis Ende 2018 ein serienreifes Produkt vorstellen will, sitzt in Norwegen. Das arktische Klima dort gab gewiss die Inspiration zum vollverkleideten Fahrrad mit Elektrounterstützung, in dem man nicht nur für Kälte, sondern auch vor Niederschlag geschützt ist.

Die Pedale, in die der Fahrer tritt, treiben einen kleinen Generator an, der zwei Elektromotoren in den beiden Hinterrädern mit Strom versorgen soll. Außerdem soll eine noch nicht näher spezifizierte Batterie an Bord sein.

Auf dem Weg zur und von der Arbeitsstelle soll man auch den Nachwuchs in die Kita bringen können, denn neben dem Fahrer soll es in der aerodynamischen Kabine auch Platz für ein Kind geben.

Alles schon mal dagewesen

In seiner Grundform erinnert das Podbike aus Norwegen an eine Vielzahl verkleideter Liegeräder und Elektromobile, die es seit vielen Jahren zu kaufen gibt. Außer ein paar Unerschrockenen, die sich damit durch LKW-Kolonen und SUV im täglichen Stop-And-Go-Verkehr zwängen, haben die mobilen Flachmänner aber bisher nicht viele Kunden ansprechen können.

Ob dem Podbike ein Marktdurchbruch gelingt, erscheint daher fraglich. Da hilft auch eine „IKEA-mäßige“ Vertriebsstruktur (Unternehmenszitat) nicht viel, bei der Podbike zum Kunden geliefert wird und er es selber zusammenbauen soll. Ein möglicher Preisrahmen wurde noch nicht genannt.

Neuester Kommentar

Die Idee ist nicht neu. Cit-Kar ist an dem Konzept schon seit fast 3 Jahren dran. Jedoch kann man hier auch noch Lasten mitnehmen und das Cit-Kar soll wohl voll vernetzt sein.

jonaskremer 28. November 2017, 13:44 Uhr