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Porsche 911 R als Goldmine

Das Rezept gegen die Spekulanten

Porsche 911 R - Sportwagen - Sechsganghandschaltung - Saugmotor - Boxer - Test Foto: Hans-Dieter Seufert 34 Bilder

Ein Sportwagen sollte gefahren werden. Das sehen manche Porsche-Käufer anders. Sie kaufen ihren Sportwagen nur, um mit der Wertanlage mehr Geld zu scheffeln. Beispiel: Porsche 911 R. Der Hersteller will das in Zukunft unterbinden.

30.05.2017 Andreas Haupt 6 Kommentare Powered by

Es ist traurig. Porsche baut vom 911 R nur 991 Exemplare. Zum Grundpreis von 189.544 Euro. Eine Summe, die nur betuchte Leute aufbringen können. Damit muss man sich abfinden.

Echte Fans ärgert ein Fakt noch wesentlich stärker: Manche Käufer sehen ihren 500 PS starken Sportwagen mit puristischer Handschaltung nicht als einen Sportwagen. Sie nutzen ihn auch nicht als einen solchen. Sondern vielmehr als eine Wertanlage, mit der man sich weiter bereichert.

Eine Aktie ohne Risiko

Für sie ist der Porsche 911 R wie eine Aktie. Ein Wertpapier ohne Risiko. Der 911 R verspricht beim Weiterverkauf einen hohen Gewinn. Schon kurz nach Marktstart tauchten auf den Verkaufsplattformen im Internet die ersten 911 R aus zweiten Hand auf. Teilweise für eine halbe Million, teilweise sogar für eine Million Euro.

Das ist nicht im Sinne des Herstellers. „Ich mag das Geschäftsgebaren der Leute nicht, die unsere Autos kaufen, um daraus mehr Geld zu machen. Das war nie unsere Absicht“, sagt Andreas Preuninger, Leiter Motorsport und GT-Straßenfahrzeuge, gegenüber „Car and Driver“ „Wir begrenzen die Stückzahl nicht, damit die Autos ihren Wert steigern. Wir wollen kein Geld auf das Dach legen, sobald sie unsere Fabrik verlassen.

Porsche 911 GT3, Cockpit Porsche 911 GT3 - 991 und 997 PDK-Getriebe besser als Schalter?

Saure Kundschaft wegen Handschaltung für 911 GT3

Wie will Porsche es zukünftig unterbinden, dass sich Käufer anhand begrenzter Sportwagen nur bereichern wollen? Indem man die Kunden vorher intensiv durchleuchtet, wie es Ford bei seinem GT getan hat? Porsche geht einen anderen Weg. “Wir beobachten genau, wer unsere Autos einfach für mehr Geld weiterverkauft. Wir bauen nicht zu viele Autos, und kennen die meisten unserer Kunden. Wenn man unsere Autos direkt weiterverkauft, ist es denke ich verständlich, dass man für das nächste Auto nicht auf die Liste kommt, wenn die Nachfrage höher als das Angebot ist.„

Einige Käufer des 911 R sollen sich darüber beschwert haben, dass die Exklusivität des Sportwagens durch den neuen 911 GT3 geschmälert werde. Weil Porsche den GT3 wieder mit Handschalter anbietet. In Zuffenhausen sieht man es ganz pragmatisch. “Wenn es die Nachfrage gibt, sollten wir dem als Firma nachkommen„, sagt Preuninger.

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Neuester Kommentar

Das ist wirklich der Gipfel der Unverschämtheit ...

bei uns im PZ stand auch mal so ein 991R zum Sofortkauf rum ... Es war ihnen auch schon fast peinlich dass sie ihn nur ca. 250% (sprich 550.911,00EUR) über Liste als Gebrauchtwagen handeln mussten anstatt die sonst wohl eher angedachten 911.911,00 EUR abrufen zu können ... der böse Kunde der diesen Wagen dann verkauft hat wurde natürlich auch sofort von der Liste für weitere LE Modelle gestrichen... ER kriegt sie jetzt per internem VORKAUFSRECHT angeboten bevor die Liste für die anderen geschrieben wird ...

Chris...911 18. August 2017, 15:59 Uhr
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