Porsche 911 Turbo und Turbo S (991) 2013

Elfer kräftig nachgeladen

Porsche 911 Turbo (991) Foto: Porsche 36 Bilder

Biturbo und Allradantrieb hatte der Porsche 911 Turbo schon, mit der Neuauflage der 991-Baureihe kommen jetzt dazu die Hinterradlenkung, eine aktive Aerodynamik und bis zu 30 PS.

Die Porsche 911-Baureihe, Typ 991, war schon beinahe komplett. Beinahe, denn gefehlt hat noch der Porsche 911 Turbo. Dieser wird jetzt nachgereicht. Und er hat die Wartezeit genutzt und ist ordentlich gereift.

Beim Antriebskonzept setzt der Porsche 911 Turbo weiter auf einen doppelt aufgeladenen 3,8-Liter-Boxermotor mit zwei Turbinen mit variabler Geometrie, der mit einem permanenten Allradantrieb gekoppelt ist. Die Neuauflage des Benzindirekteinspritzers leistet 520 PS (+ 20 PS), im Turbo S stehen gar 560 PS (+ 30 PS) bereit. Der Allradantrieb wurde mit einer elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung verfeinert, die jetzt noch mehr Antriebsmoment Richtung Vorderachse schaufel kann. Dafür dürfen die Hinterräder künftig mitlenken. Je nach Geschwindigkeit mit bis zu 2,8 Grad mit- oder gegen die Vorderräder, was einer virtuellen Radstandsveränderung von – 250 bis + 500 Millimeter entspricht. Das soll das Handling schärfen, die Fahrdynamik weiter steigern und auch den Geradeauslauf zusätzlich stabilisieren. Leichter Parken und rangieren lässt sich der Porsche 911 Turbo zudem.

Porsche 911 Turbo (991)
Porsche 911 Turbo S 1:15 Min.

Porsche 911 Turbo S in unter 7:30 um die Nordschleife

Wir wollen aber nicht parken, sondern fahren. In 3,1 Sekunden soll der Porsche 911 Turbo S mikt serienmäßigem Sport-Chrono-Paket von Null auf 100 km/h spurten und bis auf 318 km/h weiter beschleunigen. Für die Nordschleifenrunde macht Porsche eine klare Ansage: „Deutlich unter 7:30 Minuten mit Straßenreifen!“ Der alte Turbo pfeilte im sportauto-Supertest noch mit 7:47 Minuten durch die Grüne Hölle (Alle Supertest-Rundenzeiten auf der Nordschleife). Der normale Turbo wird mit 3,2 Sekunden gelistet. Der Normverbrauch sei ebenfalls erwähnt: er liegt für beide Turbo-Versionen bei 9,7 Liter.

Geschaltet wird im Porsche 911 Turbo per Siebengang-PDK, verfeinert mit Start-Stopp-System und Segelfunktion. Aktiv zeigen sich auch die Flügel und Spoiler am neuen Porsche 911 Turbo. Der mehrteilige Frontspoiler kann pneumatisch dreifach ausgefahren werden, der Heckspoiler ebenfalls in drei Positionen fixiert werden. Echt fett wurde auch der Hintern des Porsche 911 Turbo. Die hinteren Kotflügel legten gegenüber dem eh schon dicken Carrera 4 um weitere 28 Millimeter zu. Die Felgen wachsen auf 20 Zoll Durchmesser, der Turbo S darf sie serienmäßig mit Zentralverschluss tragen, der normale Turbo nur gegen Aufpreis. Aufpreis kostet am Turbo auch die Keramikbremsanlage, die wiederum die S-Version schon ab Werk trägt. Gegen Extra-Euros ist auch eine Wankstabilisierung für die Turbo-Modelle verfügbar. Neu ist auch das Voll-LED-Licht mit kamerabasierter Fernlichtsteuerung. Serie im S, aufpreispflichtig im Turbo.

Und wenn wir schon bei den Kosten sind. Der neue Porsche 911 Turbo steht mit wenigstens 162.055 Euro in der Preisliste, die Turbo S-Variante will mit 195.256 Euro bezahlt werden. In den Handel kommen beide Ende September 2013.

Vom Vorgängermodell haben wir im Supertest den 500 PS starken Porsche 911 Turbo der 997-Generation mit der 530 PS starken S-Version verglichen.

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